Rezension in orte (November/Dezember 2003)
Die Farben auseinander halten
Eigentlich meint man ja, man wisse, wie die Gedichte von Brigitte Fuchs sind: dieses scheinbar Leichte, Hingetuschte, ein Aquarellieren mit Wörtern, Gefühlen und Wahrnehmungen:
Noch die in der
Luft vergrabene Hand schöpft Wasser aus
dem Meer. Nuancen.
An solchen Stellen finden wir in ihrem jüngsten Band Solange ihr Knie wippt einen vertrauten Ton. Doch wer die Gedichte der Aargauer Lyrikerin kennt, kommt hier mehr als einmal ins Stocken. Vieles ist so uneinheitlich, so gebrochen - nie, möchte man sagen, hat die Autorin das Interessante so hart neben das Schöne gesetzt.
Sicher schliessen sich die Texte noch häufiger als bisher um ein klar umrissenes Bild, ein Thema. Da kann die Aussage mehr als deutlich, fast eindimensional werden:
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