Montag, 31. Mai 2010
Optimistische Sicht: ENDE MAI. SCHON SONNE AM DEICH! Pessimistische Sicht: ENDE MAI. SCHON IM CHAOS ENDEN... Brigitte Fuchs
Sonntag, 30. Mai 2010

Foto Brigitte Fuchs
Sonntag, 30. Mai 2010
GEGEN ENDE MAI SIND EINE MENGE DINGSDA IM GEDIEGENEN SAND. Brigitte Fuchs
Samstag, 29. Mai 2010
Perfekt! Alles lief wie am Schnürchen. Sämtliche Vorbereitungen waren getroffen, das Wetter liess sich geradezu ideal an für den Flug und die Kollegen warteten gespannt auf den grossen Moment. Seit frühester Kindheit interessierte sich Herr Köppel für Flugzeuge. Da er aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst Pilot werden konnte, baute er Modellflugzeuge, die er mit seinen Modellbaukollegen an den Wochenenden auf einer stillgelegten Strasse startete, per Fernbedienung ein paar Runden drehen und dann wieder auf dem Übungsplatz landen liess. Selbstverständlich ging manchmal eines der Modelle zu Bruch, doch solche Rückschläge konnten Herrn Köppel nicht entmutigen. Immer grösser und imposanter baute er seine Maschinen, bis eine davon - er gab ihr den Namen "Die Welt" - beinahe die Ausmasse eines Sportflugzeugs erreichte. Und nun war es also soweit. Der Jungfernflug stand an. Der Start, den sein Kollege Anghern fotografisch festhielt, gelang problemlos wie auch die rasante Fahrt auf dem Asphalt. Betäubend laut, aber majestätisch, erhob sich die Propellermaschine in die Luft. Herr Köppel war überglücklich. Ruhig und konzentriert steuerte er "Die Welt" und sah ihr zu, wie sie himmelwärts zog, weiter, immer weiter. Als sie klein und kleiner wurde und schliesslich ganz aus seinem Gesichtsfeld verschwand, lächelte er verklärt, schloss die Augen und liess die Hand mit der Fernsteuerung langsam, fast andächtig, sinken. Brigitte Fuchs Als Beitrag zu Donnas Schreibprojekt: http://www.donnaschreibt.com/
Samstag, 29. Mai 2010

Foto Brigitte Fuchs
Freitag, 28. Mai 2010
Es gibt eine lyrische Trunkenheit des Herzens, worin man keine Briefe schreiben sollte, weil nach 50 Jahren Leute darüber geraten könnten, denen das Herz und die Trunkenheit zugleich abgeht. Jean Paul (1763-1825) deutscher Schriftsteller und Aphoristiker In "Jean Paul Brevier", Aphorismen, Hrsg. G. W. Meister, Bechtle Verlag, Esslingen München 1987
Donnerstag, 27. Mai 2010
Im Schlossteich schwimmt Karlheinz, der Schwan. Der, sagt man, hat den Grössenwahn: Er nennt sich Kaiser Karl, der Feine, frisst Kaviar, schlürft teure Weine. Brigitte Fuchs
Donnerstag, 27. Mai 2010
Ein Schwan zieht auf dem Wasser dahin ganz von sich selbst umrahmt, wie ein gleitendes Gemälde; so zeigt sich - zu gewissen Augenblicken - ein Wesen, das man liebt, wie ein bewegter Raum. Es nähert sich, gedoppelt wie der schwimmende Schwan, unserer betrübten Seele ..., die auf dieses Wesen das zitternde Bild des Glücks und des Zweifels wirft. Rainer Maria Rilke (1875-1926) Lyriker deutscher Sprache, Schriftsteller und Übersetzer aus dem Französischen Originaltitel: "Un cygne avance sur l'eau tout ..." Übertragung von Bertram Kottmann; gefunden auf der Website der Gedichtebibliothek
Mittwoch, 26. Mai 2010

Foto Brigitte Fuchs
Mittwoch, 26. Mai 2010
Oberflächlichkeit ist nicht aller Laster Anfang. Sie ist der Schutz gegen die Schwere der Gedanken, die dich in den Abgrund ziehen. Maja Bosshard (1952-1992) Schweizer Lehrerin, Erzieherin, Gestalterin In "Zum Fisch musst du Geranien essen" Geschichten / Gedichte / Bilder Hrsg. von Ursula Sauser-Bosshard, Edition 8, Zürich 2003
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