Foto Brigitte Fuchs
Hängt länger euch, o Kinder,
Nicht an mein goldnes Kleid!
Hab‘ ja noch andre Kinder
Im Norden, weit, weit, weit!
In ihrem grimmen Winter
Bin ich ihr einz’ger Trost:
Komm‘ ich nicht auf ein Stündchen,
Sie sterben mir vor Frost.
Auf dumpfer Hütten Schwelle,
Um die ein Eiswall ragt,
Erwarten ungeduldig
Sie mich, sobald es tagt.
Sie grüssen lautaufjauchzend
Mit Schmeichelnamen mich,
Und weinen fast, entfernet
Mein goldner Wagen sich.
Elisabeth Kulmann (1808-1825) deutsch russische Dichterin

im hohen norden ist das tageslicht im winter nur kurz zu besuch…ich würde wohl leiden…dies vermöchten die unendlich langen tage im sommer kaum zu kompensieren.
sonne ist schon ein lebenselixier 🙂
einen frohen wochenstart dir und glg.
Mir ginge das genauso, Merlin.
Die Sonne würde mir schmerzlich fehlen.
Dir ein Dankeschön und ebenfalls einen guten Wochenbeginn.
Herzlichen Montagsgruss.
Beeindruckend und bewegend die Biografie der 17jährigen hochbegabten jungen Dichterin, die vor 100 Jahren starb.
Deine Wintersonne scheint in die neue Woche.
Herzlichen Gruss!
Ja, ich habe die Lebensdaten und -fakten der Ausnahme-Dichterin auch nachgelesen und war bewegt von der Tragik des frühen Todes.
Hab Dank, Valentina, und sei herzlich gegrüsst!
Diese Autorin, danke, dass du uns hier von ihr lesen lässt. So Gutes hat sie geschrieben, gedacht, ach, sie musste so früh sterben.
In der deutschen Bücherei in Leipzig stehen von ihr Bücher auch in anderen Sprachen. Sie war eine sehr Begabte …
Herzliche Grüße,
Edith
Das kann man wohl sagen, Edith.
Es ist jammerschade, dass sie ihre Ausnahme-Talente infolge des frühen Todes nicht einbringen konnte.
Liebe Grüsse zu dir in die neue Woche.
Ja, Licht ist überlebensnotwendig, spendet sie doch Energien, die es braucht, um ins aktive Tun zu kommen.
Nur gut, dass Lesen mir zu allen Tages- und Nachtzeiten möglich ist.
Herzliche Grüße zum Wochenstart.
Stimmt, Mona Lisa, da haben wir es eindeutig besser als frühere Generationen. :–)
Aber das natürliche Licht ist dem künstlichen dennoch weitaus überlegen.
Ebenfalls herzliche Montagsgrüsse zu dir.
Ja,
liebe Frau Quersatzein,
die Kinder im hohen Norden werden im Winter nicht verwöhnt mit Sonne und Tageslicht…
Gut, dass es die so jung verstorbene, deutsch-russische Dichterin uns ‚Südländern‘ derart klar vor Augen führt.
Danke für dieses Gedicht der mir bis jetzt unbekannten Elisabeth Kulman!
Mit einem herzlichen Gruss in die neue Woche
Hausfrau Hanna
Danke, liebe Hausfrau Hanna.
Ja, dieses Gedicht zeigt auf schöne Art auf, wie unterschiedlich das Sonnenlicht auf der Erde verteilt ist und wie dankbar wir sein dürfen über die Sonnenstunden in unseren Breitengraden.
Ihnen eine gute Woche und liebe Grüsse.
Welch ungewöhnliche Perspektive Elisabeth Kulmann für ihr Gedicht gewählt hat, liebe Brigitte. Ich mag es sehr, wenn Naturkräfte selbst sprechen.
Geht jetzt zur Dichterin recherchieren,
Petra
Das gefällt mir auch besonders gut, Petra.
Dir einen guten Wochenstart und lieben Gruss.
die wintersonne gabs gestern hier bei uns im nicht ganz so hohen norden. viele waren unterwegs. ich auf dem balkon, zog mich gleich wieder fröstelnd aufs sofa zurück. sooo glatt. früher juckte mich das nicht. aber die ollen knochen…
schöne fotos!
lieber gruß
Sylvia
Ach ja, liebe Sylvia: Auf seine Knochen muss man in Zeiten der eisigen und rutschigen Strassen zunehmend aufpassen. :–)
Lesen auf dem Sofa ist ja immerhin eine feine Alternative.
Einen lieben Mittagsgruss zu dir.
Auch ich sage besten Dank für das Gedicht und das Bekanntmachen der Dichterin, sofern man nachliest.
Liebe Grüße von Sonja
Gern geschehen, Sonja.
Sie war wohl ein Ausnahmetalent oder eine Art von Wunderkind.
Sei lieb gegrüsst!
Eine Autorin, über die nachzuforschen sich scheinbar lohnt.
Ja, es ist so tragisch, wenn junge Menschen sterben, egal aus welchem Grund. Mir sitzt noch der Schrecken der Silvesternacht in deinem Land im Nacken, so furchtbar, so unsinnig 🙁 .
Mögen die Angehörigen Hilfe, Nähe und Beistand erfahren und alle anderen Betroffenen wieder gesund werden.
Traurig, Anna-Lena
Ja, das schreckliche Unglück im Wallis beschäftigt und bedrückt uns sehr und wird wohl noch lange und tief nachwirken.
Deinen Wünschen, liebe Anna-Lena, schliesse ich mich an.
Danke und einen herzlichen Abendgruss zu dir.
Mit welchen »Schmeichelnamen« dorten
besagte Kinder in dem Norden
die Sonne täten grüssen,
das täte man gern wissen. (?)
Das, nömix, wüsste ich auch gern,
wie’s tönte dort im Norden fern.
„Chum, Sünneli!“ wär hier im Lande wohl zu hören,
mit „Sunneschynli“ würden Kinder sie betören,
die Sonne, wenn sie abends untertauchte
und für die Rückkehr endlos lange brauchte …
Es ist dies ein wunderschönes Gedicht einer sehr jungen Frau, die mir bislang nicht bekannt war.
Wie schön, dass sich das gerade geändert hat. Ein umfangreiches Sprachtalent hatte die junge Frau ebenfalls, wie ich fasziniert lese.
Sonnenstrahlen sollten gerecht verteilt sein, finde ich. Denn jeder Mensch, ob jung oder älter, hat seine Freude daran.
Liebe abendliche Grüße, C Stern
Schön, dass du dich ebenfalls mit der jungen, früh verstorbenen Dichterin befasst hast, C Stern.
Ja, die Sonne brauchen wir alle, möglichst in ausreichendem und gesundem Masse.Danke und auch zu dir liebe Abendgrüsse.
So bittet sie also um Mitgefühl für die im Norden, die noch weniger Sonne haben als wir. Hm, wie viel sind wir bereit von „unserer“ Sonne abzugeben?…
Schöne Wintersonnengedanken!
Liebe Grüße,
SyntaxiaSophie
Mir scheint, sie will uns nur sagen, wir sollen nicht gierig sein und mehr von ihr verlangen, als sie geben kann. :–)
Einen lieben Morgengruss zu dir.