Archiv der Kategorie: Kapriolen

National feiern

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Man denkt hier rational
und feiert national.

Man lässt die Fahnen weh’n
und bleibt ergriffen steh’n.

Gedenkt der Gründer auch
und diesem Landesbrauch.

Verschont vom Krieg bisher:
Was will und wünscht man mehr!

 

 

Brigitte Fuchs

 

Fotos Brigitte Fuchs

 

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Das Wasser wird knapp

Foto Brigitte Fuchs

 

 

Schwapp, schwapp, sagt die Ente,
das Wasser wird knapp.

Der Teufel kriegt Flügel,
die Hauswurz macht schlapp.
Natur ist im Eimer,
der Lack blättert ab.

Schwapp, schwapp, sagt die Ente,
das Wasser wird knapp.

 

Brigitte Fuchs

 

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

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Sommerfest im Weiher

Foto Brigitte Fuchs

 

 

Es lüftet sich der Schleier
zum Sommerfest im Weiher.
Der Frösche sind es viele
beim Ringelreihenspiele.

Sie tanzen in der Reihe
zur Frösche-Sommerweihe.

Schert einer jedoch aus,
holt ihn der Storch heraus –
und manchmal auch der Reiher:
Dann ist sie aus, die Feier.

 

Brigitte Fuchs

 

Foto Brigitte Fuchs

 

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Aus dem Buch der Natur

Fotos Brigitte Fuchs: Verenaschlucht bei Solothurn

 

 

Wir sind kürzlich wo gewesen,
da sind Vögel sehr belesen.

Mit besonderm Silbenklang
klopfen Spechte laut und lang.

Elstern, die Geschmeide wählen,
oft vom Adelshof erzählen.

Meisen, Häher, Spatzen, Finken
gern im Lesefluss versinken.

Mit geeigneter Lektüre
schliesst die Eule stets die Türe.

Und das Buch ist aufgeschlagen
beim Kapitel: «Lasst uns wagen!»

Die Natur – auf jeder Seite –
sie zeigt Denk- und Handlungsweite.

 

 

Brigitte Fuchs

 

 

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Krisensitzung bei den Tauben

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Auch den Tauben wird es, wie man weiss,
bei der Hitzewelle viel zu heiss.

Kann es sein, dass sie die Gassen
nach der Sitzung bald verlassen?

Planen sie, mit ihren Lieben,
sich nach Norden zu verschieben?

Denn die ständig aufgeheizte Stadt
haben sie (wie wir) entschieden satt.

 

 

Brigitte Fuchs

 

 

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Spiegelbilder

 

Heut stand ich auf der Brücke
und wie ich mich da bücke,
sah ich die Spiegelbilder
im Wasser kurz erscheinen.
Ein Zoo, könnt man fast meinen,
mit Tieren, immer wilder.

Ein Hund sprang rasch vorbei,
er sah mich an dabei.

 

 

Da war auch eine Schlange.
Sie fauchte, doch nicht lange.

 

 

Ein Reh schien fast zu schweben,
die Schwerkraft aufzuheben.

 

 

Und auch Delfine zogen
vorbei, echt, nicht gelogen.

 

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Ich winkte in Gedanken,
bevor sie alle sanken.

 

 

Brigitte Fuchs

 

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Limerick 173

Foto Brigitte Fuchs

 

 

Bert Sommer, ein Rentner aus Eben,

stand gut und gefestigt im Leben.

Im Bach sorgten Steine

für trockene Beine.

Herr Sommer trat lieber daneben.

 

 

Brigitte Fuchs

 

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Vom Fuchs und den Entchen

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Man mag es auf den ersten Blick nicht glauben:

Es sind nicht – wie beim Fuchs – die süssen Trauben,

die unerreichbar sind für Entenkinder.

Das frische Grün ist es für sie nicht minder.

 

 

Brigitte Fuchs

 

Fotos Brigitte Fuchs

 

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Anmache

Foto Brigitte Fuchs: Aufkleber an einem Abflussrohr

 

 

Es sagt der Pinguin zur Pinguine:

„Ich liebe deine eisig-kalte Miene.“

Es sagt die Pinguine zum Pinguin:

„Dû bist mîn, ih bin dîn.
des solt dû gewis sîn.
dû bist beslozzen
in mînem herzen,
verlorn ist das sluzzellîn:
dû muost ouch immêr darinne sîn.“

 

Brigitte Fuchs
In Anlehnung an das Minnelied von Walther von der Vogelweide (ca. 1170-1230) deutschsprachiger Minnesänger

 

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Vom Hörensagen

 

 

Marie sagt viel
bei Sport und Spiel.
Und auch Susanne
spricht volle Kanne.

Die Welt ist schlecht,
sagt Adelbrecht.
Von hier bis da,
sagt Sylvia.

Das ist nicht wahr,
sagt Waldemar.
Nach uns die Flut,
sagt Heinz zu Knut.

 

 

Das kümmert uns
doch nicht die Bohne,
sagt Marie-Anne
zu Simone.

Der Bauer Thiel,
der sagt nicht viel.
Und Franz verspricht’s:
Wir sagen nichts.

Zwei alte Damen
mit raren Namen,
die seufzen tief
und sagen: Amen.

 

Brigitte Fuchs

 

 

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