Der Faule

Foto Brigitte Fuchs

 

 

Rennt dem scheuen Glücke nach!
Freunde, rennt euch alt und schwach!
Ich nehm‘ teil an eurer Müh‘:
Die Natur gebietet sie.
Ich, damit ich auch was tu‘, —
Seh‘ euch in dem Lehnstuhl zu.

 

 

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) deutscher Dichter, Dramatiker und Kritiker

 

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6 Antworten auf Der Faule

  1. Petros sagt:

    Kenne ich gut, diese gelassenen Beobachter. Sehe sie immer wieder auf Kreta, die Alten, wie sie auf einem Stuhl vor ihrer Haustür sitzen und um sich herum geschehen lassen.

    LG
    Petros

  2. merlin sagt:

    ein kluger mann dieser lessing.
    ich staune immer wieder über aussagen, die er gemacht hat.
    gewisse dinge lässt man vielleicht besser geschehen, als dass man aktiv wird.
    umso schöner, wenn sie sich einstellen 🙂
    nach dem mittag werde ich wohl auch zum bär…
    einen frohen tag dir und glg.

  3. quersatzein sagt:

    Ja, das sind weise Worte und das „laissez faire“ kann manchmal nicht schaden.
    Dir viel Spass beim bärigen Ruhen. Bei uns ist Action angesagt: Heute ein „Alte-Nachbarn-Höck“, morgen Besuch aus England und übermorgen ein Familientreffen mit Festlichkeiten.
    Faulheit hat da momentan gar keinen Platz.:-)
    Herzlichen Dank und Gruss zu dir, Merlin.

    • merlin sagt:

      das tönt doch wunderbar 🙂
      da wünsche ich dir/euch erfüllende begegnungen!
      das ruhen kann dann darauf folgen…
      glg.

  4. andrea sagt:

    Das erinnert mich an das Lied von der Unzulänglichkeit von Brecht!
    „…
    Ja renn nur nach dem Glück
    doch renne nicht zu sehr!
    Denn alle rennen nach dem Glück
    Das Glück rennt hinterher.
    …“

    Tatsächlich scheint das Hauptmerkmal vom Glück seine Flüchtigkeit zu sein. Oder rennt es nur vor allzu gierigen Zugriff davon?

    Liebe Grüße, Andrea

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