Archiv des Autors: Quer

Anagramm-Zweizeiler 632

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

HOLZBIENEN FLIEGEN.

LIEBEN LENZ FOEHNIG.

 

 

Brigitte Fuchs

 

 

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So einfach!

Foto Brigitte Fuchs

 

 

Das Paradebeispiel für die Tendenz, einfache Dinge möglichst komplex zu beschreiben ist wohl der behördlich-technische Begriff

„Einachsiger Dreiseitenkipper“.

Der Fachbegriff wird offiziell auch als Umschreibung für ein

„einfaches Schüttgut-Transportgerät mit Muldenkippfunktion“

verwendet. Dabei geht es um nichts Anderes als eine

„Schubkarre“

oder wie wir in der Schweiz sagen um eine

„Garette“,

oder auch eine

„Benne“.

Na, denne!

 

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Zwei Seelen

Fotos Brigitte Fuchs: Strassengestaltung in Lenzburg (rechts unten: DIE ENTTÄUSCHTE“

 

Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.

(Vielleicht sind es ja auch ein paar mehr.)

 

Berühmtes Zitat aus Goethes „Faust I“, das zur Redewendung geworden ist.

 

Fotos Brigitte Fuchs (Mitte oben: DER ÄNGSTLICHE, oben rechts: DER EITLE.)

 

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Im Vorbeigehen

 

Foto Brigitte Fuchs

 

 

Eine Pflaume blüht –

Und um eine Blüte nimmt

gleich die Wärme zu –

 

 

Ransetsu (1653-1707) japanischer Haiku-Dichter

 

 

Foto Brigitte Fuchs

 

 

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Eidechsen

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Sie liegen an der Sonne auf den Steinen,

die Echsen, all die grösseren und kleinen.

Sie lassen sich vom Frühlingslicht erwärmen.

Ich komm bei ihrem Anblick gern ins Schwärmen.

 

 

Brigitte Fuchs

 

Foto Brigitte Fuchs

 

 

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Frühlingsgelb

Fotos Brigitte Fuchs: Winter-Jasmin

 

Wie sind wir fein umgeben
vom Gelb der Frühlingsblüten.

Die Freude lässt uns schweben
und diese Bilder hüten

wie wundersame Träume.
Es spriessen rings im Orte

die Sträucher und die Bäume
so schön – und ohne Worte.

 

Brigitte Fuchs

 

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Magnolienblüte

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Wenn die weisse Mondlichtseide
über die Magnolien fliesst,
beugt sich tief mein Herz im Leide,
weil so kurz das Leben ist.

Alle Sorgen, alle Mühen
segnet solcher Schönheit Schein.
Und von dieser Erde Blühen
muss so bald geschieden sein?

Ewig, ewig möchte ich schauen
dieser Schöpfung Lieblichkeit.
Lass, Herr, einen Trost mir tauen
vor der nahen Dunkelheit. 

Dass ein Blütenkelch voll Freude
In das Trennungsleid sich giesst,
wenn die weisse Mondlichtseide
über die Magnolien fliesst.

 

Auguste Haarländer (1882-1919) Journalistin und Schriftstellerin, verstarb früh an Herzversagen.
Das Gedicht wurde von ihr verfasst im Frühling 1917

 

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Limerick 171

Hochzeit, wörtlich genommen …

 

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Es gab da ein Brautpaar aus Schlieren
und Feuerwehr zum Gratulieren.
Per Kran im Gewimmel
ging’s hoch – fast zum Himmel.
Sie wollen sich niemals verlieren.

 

Brigitte Fuchs

 

 

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Frühling

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Die Rebe blüht, ihr linder Hauch
Durchzieht das thauige Revier,
Und nah‘ und ferne wiegt die Luft
Vielfarb’ger Blumen bunte Zier.

Wie’s um mich gaukelt, wie es summt
Von Vogel, Bien‘ und Schmetterling,
Wie seine seidnen Wimpel regt
Der Zweig, so jüngst voll Reifen hing.

Noch sucht man gern den Sonnenschein
Und nimmt die trocknen Plätzchen ein;
Denn Nachts schleicht an die Gränze doch
Der landesflücht’ge Winter noch.

O du mein ernst gewalt’ger Greis,
Mein Säntis mit der Locke weiss!
In Felsenblöcke eingemauert,
Von Schneegestöber überschauert,
In Eisespanzer eingeschnürt:
Hu! wie dich schaudert, wie dich friert!

 

 

Annette von Droste Hülshoff (1797-1848) deutsche Dichterin und Komponistin

 

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Tiere in Haus und Garten

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Ich fand hier im Revier so manches Lieblingstier.

Die Kühe aus Holz sind des Hausherrn ganzer Stolz.

Auf dem Dach der Hase sitzt und die Hasenlöffel spitzt.

Der Hund sieht es als seine Pflicht, zu wachen (oder lieber nicht).

Die Gänse stehn im Garten, wo sie geduldig warten.

Das Hausschwein lässt sie sein, die meisten Schweinerein.

Es gibt wohl noch mehr Tiere im Haus und im Reviere.

Doch Herrin hier am Platze ist stets die alte Katze.

 

 

Brigitte Fuchs

 

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