Archiv der Kategorie: Zitate
Jung bleiben

Foto Brigitte Fuchs
Unerschütterlich jung bleiben
(…)
sich schwindelfrei erinnern
an den Augenblick
Werner Lutz (1930-2016) Schweizer Maler, Lyriker und Schriftsteller
Aus „Die Mauern sind unterwegs“, Gedichte, Ammann Verlag & Co. Zürich 1996

Foto Brigitte Fuchs
Raum
Foto Brigitte Fuchs: Staffelegg
ICH LIEBE UNSPEKTAKULÄRE TAGE
IN DENEN KAUM ETWAS GESCHIEHT —
SIE LASSEN RAUM
Viktor Steinhauser, *1956, Schweizer Geologe, Lehrer und Schriftsteller
Text aus einem Original-Typoskript
Foto Brigitte Fuchs: Staffelegg
Dann kommen die Fotografen…
Foto Brigitte Fuchs
(…)
Dann kommen die Fotografen.
NEUE KUNST steht am andern Tag in der Zeitung.
(…)
(1905)
Paul Klee (1879-1940) deutscher Maler und Grafiker
Aus „Paul Klee Gedichte“, Arche Verlag AG, Zürich-Hamburg 1960, 1980, 1996, Hrsg: Felix Klee
Foto Brigitte Fuchs
Weisse Schwäne
Foto Brigitte Fuchs
Weisse Schwäne
seid ihr nicht traurig
so zu schweben
ungefärbt vom Blau des Himmels
vom Blau des Meeres
1907
Wakayama Bokusui (1885-1928) japanischer Tanka-Dichter
Tanka aus „In der Ferne der Fuji wolkenlos heiter“ Moderne Tanka, ausgewählt, übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Eduard Klopfenstein, Manesse Verlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München 2018
Impressionen
Foto Brigitte Fuchs: Seleger Moor in Rifferswil/ZH
Ich wollte die Natur kopieren, aber ich konnte es nicht. Ich war jedoch mit mir zufrieden, als ich entdeckte, dass man die Sonne nicht wiedergeben kann, sondern dass man sie mit etwas Anderem darstellen muss … mit Farbe.
Claude Monet (1840-1926) französicher Maler und Impressionist
Foto Brigitte Fuchs: Seleger Moor in Rifferswil/ZH
Die Aufgabe des Künstlers besteht darin, das darzustellen, was sich zwischen
dem Objekt und dem Künstler befindet, nämlich die Schönheit der Atmosphäre.
Claude Monet (1840-1926) französicher Maler und Impressionist
Foto Brigitte Fuchs: Seleger Moor, Rifferswil/ZH
Kapitän
Foto Brigitte Fuchs
„I am the master of my fate: I am the captain of my soul” –
“Ich bin der Meister meines Schicksals: Ich bin der Kapitän meiner Seele.“
William Ernest Henley (1849-1903) englischer Schriftsteller
Schlusszeilen des Gedichts „Invictus“
Zitat aus dem Internet
Das Dorf
Foto Brigitte Fuchs: Moorlandschaft beim Türlersee
(…)
Zermahlener Staub auf der Strasse.
Knöterich unter den Füssen
Reichte von Tür zu Tür, ein Sommertagteppich.
Sarah Kirsch (1935-2013) deutsche Lyrikerin und Schriftstellerin
Ein paar Zeilen aus ihrem Gedicht „Das Dorf“
Aus „Katzenkopfpflaster“ Gedichte, Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1978/ 1993/ 1996
Foto Brigitte Fuchs: Knöterich
Wir
Foto Brigitte Fuchs: Treppe zur Aare oder zum Bärenpark (früher Bärengraben) in Bern
Wir die Schritte.
Wir die Stimmen. Wir die Träume.
Wir die Ufer.
Jeder für den anderen Land.
(…)
Werner Lutz (1930-2016) Schweizer Lyriker, Schriftsteller und Künstler
Anfang seines Gedichtes „Wir die Schritte“
Aus „Ich brauche dieses Leben“, Suhrkamp Verlag, Zürich 1979
Flugverkehr
Fotos Brigitte Fuchs
Aus der Vogelkunde
Ich spreche von Flugmaschinen.
Sie summen lauter als Bienen
Und sind eine Kreuzung von Taube,
Ente, Maikäfer und Schiffsschraube.
Sie nisten einzeln, paar- und gruppen-
Weise in Hallen und Schuppen.
Ich habe persönlich festgestellt:
Sie bringen lebendige Junge zur Welt,
Die wie Menschen aussehn,
Wenn sie aus ihnen herausgehn.
Auch legen sie Eier und brüten
Im Krieg. Zeus möge das künftig verhüten.
Ihre Nahrung sind Menschen, Koffer, Benzin
Und Zeitungen aus Berlin.
Sie sind über die ganze Welt
Verbreitet und sehr zahm auch in Freiheit.
Außerdem sind sie der Polizeiheit
Und der Zollbehördlichkeit unterstellt.
Volkstümlich nennt man sie schlechthin Maschinen.
Ich könnte Ihnen mit Näherem dienen,
Aber ich verlange dafür
Eine Flugzeugengebühr.
Joachim Ringelnatz (1883-1934) deutscher Dichter, Kabarettist und Seefahrer
Aus „Flugzeuggedanken“ Sonderdruck für die Deutsche Lufthansa AG mit Zeichnungen von Joachim Ringelnatz um 1970 (aus der Ringelnatz-Gesamtausgabe im Henssel Verlag, Berlin)
Foto Brigitte Fuchs
Und dann noch ein paar Zeilen von Rainer Brambach:
Das blaue Band, wie Mörike es sah,
flatternd in den Lüften, wo?
Ich sehe Kondensstreifen
quer über den Himmel gezogen –
(…)
Rainer Brambach (1917-1983) Schweizer Schriftsteller und Lyriker
Aus „Auch im April“ Gedichte, Diogenes Verlag AG, Zürich 1983
Was in uns liegt
Foto Brigitte Fuchs
Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem,
was in uns liegt.
Wenn wir das, was in uns liegt, nach aussen in die Welt tragen, geschehen Wunder.
Henry David Thoreau (1817-1862) US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph
Text gelesen in einem Tageskalender














