Archiv der Kategorie: Bilder
Freie Natur
Foto Brigitte Fuchs: Ramsach
Die freie Natur. – Wir sind so gern in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.
Friedrich Nietzsche (1844-1900) deutscher Philosoph Essayist, Lyriker und Schriftsteller
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Freilicht-Inszenierung
Foto Brigitte Fuchs: Terrasse beim Küntlerhaus Boswil
Ein Königreich (oder meine gesammelte
Verspieltheit in Quadrillen) für ein paar
Sätze aus deinem Repertoire komm schon
sag: Schön dich zu sehen – ein Wort
gibt das andere ein paar stereotype
Bewegungen zwei drei blind gesetzte
Schritte auf der Terrasse ein wenig Pathos
mehr braucht es nicht um unser Stück
noch einmal auf die Bühne zu holen
Brigitte Fuchs
Aus „Solange ihr Knie wippt“, Gedichte, edition 8, Zürich 2002
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Lieb‘ Mäuslein
Foto Brigitte Fuchs
„Hab‘ Acht, lieb‘ Mäuslein“, sprach Mutter Maus,
„Es frisst dich die Katze, gehst du heraus;
Und entkömmst du auch ihren Krallen,
So drohen auf allen Seiten dir Fallen.
Und – thu mir nie nach dem Specke lungern!“ –
Da fiel Vater Maus begütigend ein:
„Geh‘, Mütterchen, lass das Predigen sein;
Im Leben heisst’s: wagen oder verhungern.“
Gedichtchen von Unbekannt
Aus „Fliegende Blätter“, humoristische deutsche Wochenschrift (1845-1944)
Gelesen bei Aphorismen.de

Foto Brigitte Fuchs
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Anagramm-Zweizeiler 613
Foto Brigitte Fuchs
MAL WIEDER TAUWETTER
WALD TRAEUMTE WEITER
Brigitte Fuchs

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Limerick 156

Foto Brigitte Fuchs
Es sassen der Karl und die Käthe
gelangweilt am Nachmittag späte
beim Bordstein herum
und Karl fand es dumm,
dass Käthe ihn eiskalt verschmähte.
Brigitte Fuchs
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Morgenlicht

Foto Brigitte Fuchs
Wenn du am Morgen aufstehst, dann sage Dank für das Morgenlicht, für dein Leben und die Kraft, die du besitzt.
Sage Dank für deine Nahrung und die Freude, am Leben
zu sein. Wenn du keinen Grund siehst, Dank zu sagen,
liegt der Fehler bei dir.
Tecumseh (1768-1813), eigentlich Tecumtha oder Tikamthi „Der sich duckende Berglöwe“, politischer und militärischer Führer der nordamerikanischen Shawnee-Indianer (Sein Geburtsjahr ist nicht verbürgt.)
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In Wirklichkeit
Foto Brigitte Fuchs
Es ist ein sehr gewöhnlicher und weit verbreiteter Aberglaube, dass jeder Mensch ganz bestimmt ausgeprägte Eigenschaften habe, dass es also schlechtweg gute, böse, kluge, dumme, energische, apathische usw. Menschen gebe. In Wirklichkeit sind die Menschen nicht so beschaffen. Wir können von einem Menschen nur sagen, dass er häufiger gut als böse, häufiger klug als dumm, häufiger energisch als apathisch ist und umgekehrt; es wird der Wahrheit nicht entsprechen, wenn wir von dem einen Menschen sagen, er sei immer gut oder klug, und von einem andern, er sei immer böse oder dumm. Gleichwohl teilen wir die Menschen immer so ein – wie gesagt, mit Unrecht. Die Menschen sind wie die Ströme: das Wasser ist in allen gleichartig, überall ein und dasselbe, doch jeder Strom ist bald schmal und schnellfliessend, bald breit und langsamfliessend, ist abwechselnd rein, kalt, trübe oder warm.
(…)
Leo Tolstoi (1828-1910) russischer Schriftsteller
Aus „Auferstehung. Erstes Buch“

Foto Brigitte Fuchs
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Buchfink
Foto Brigitte Fuchs
Ein kleiner Buchfink
sitzt im Schnee – vielleicht ist das
sein erster Winter
Brigitte Fuchs
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Nebel
Fotos Brigitte Fuchs
Wenn es von der Sonnenwärme aus den Tälern und Wäldern dampft, wie warm schwillt da auch das Menschenherz! Diese phantasieschwangeren Nebel, was gebären sie alles!
Richard Dehmel (1863-1920) deutscher Schriftsteller, Lyriker, Dramatiker und Kinderbuchautor
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Die Zeit geht nicht
Foto Brigitte Fuchs
Die Zeit geht nicht, sie stehet still,
Wir ziehen durch sie hin;
Sie ist ein Karavanserei,
Wir sind die Pilger drin.
Ein Etwas, form- und farbenlos,
Das nur Gestalt gewinnt,
Wo ihr drin auf und nieder taucht,
Bis wieder ihr zerrinnt.
Es blitzt ein Tropfen Morgentau
Im Strahl des Sonnenlichts;
Ein Tag kann eine Perle sein
Und ein Jahrhundert nichts.
Es ist ein weisses Pergament
Die Zeit, und jeder schreibt
Mit seinem roten Blut darauf,
Bis ihn der Strom vertreibt.
An dich, du wunderbare Welt,
Du Schönheit ohne End‘,
Auch ich schreib‘ meinen Liebesbrief
Auf dieses Pergament.
Froh bin ich, dass ich aufgeblüht
In deinem runden Kranz;
Zum Dank trüb‘ ich die Quelle nicht
Und lobe deinen Glanz.
Gottfried Keller (1819-1890) Schweizer Schriftsteller, Dichter und Politiker

Foto Brigitte Fuchs
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