Archiv der Kategorie: Bilder
Frühling
Fotos Brigitte Fuchs
Die Rebe blüht, ihr linder Hauch
Durchzieht das thauige Revier,
Und nah‘ und ferne wiegt die Luft
Vielfarb’ger Blumen bunte Zier.
Wie’s um mich gaukelt, wie es summt
Von Vogel, Bien‘ und Schmetterling,
Wie seine seidnen Wimpel regt
Der Zweig, so jüngst voll Reifen hing.
Noch sucht man gern den Sonnenschein
Und nimmt die trocknen Plätzchen ein;
Denn Nachts schleicht an die Gränze doch
Der landesflücht’ge Winter noch.
O du mein ernst gewalt’ger Greis,
Mein Säntis mit der Locke weiss!
In Felsenblöcke eingemauert,
Von Schneegestöber überschauert,
In Eisespanzer eingeschnürt:
Hu! wie dich schaudert, wie dich friert!
Annette von Droste Hülshoff (1797-1848) deutsche Dichterin und Komponistin
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Tiere in Haus und Garten

Fotos Brigitte Fuchs
Ich fand hier im Revier so manches Lieblingstier.
Die Kühe aus Holz sind des Hausherrn ganzer Stolz.
Auf dem Dach der Hase sitzt und die Hasenlöffel spitzt.
Der Hund sieht es als seine Pflicht, zu wachen (oder lieber nicht).
Die Gänse stehn im Garten, wo sie geduldig warten.
Das Hausschwein lässt sie sein, die meisten Schweinerein.
Es gibt wohl noch mehr Tiere im Haus und im Reviere.
Doch Herrin hier am Platze ist stets die alte Katze.
Brigitte Fuchs
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Willst du mit mir gehn?
(…)
Willst du mit mir gehn
Licht und Schatten versteh’n
Dich mit Windrosen dreh’n
Willst du mit mir gehn
Willst du mit mir gehn
Man nennt es Liebe
Man nennt es Glücklichsein
Keine Sprache hat mehr als Worte

Willst du mit mir gehn
Licht und Schatten versteh’n
Dich mit Windrosen dreh’n
Willst du mit mir gehn

Der bekannte Schlager „Willst du mit mir gehn“ von Daliah Lavi (aus den 70er Jahren) ist eine romantische Ballade über bedingungslose Liebe, Vertrauen und das gemeinsame Durchstehen von Höhen und Tiefen. (Dieses hier ist ein Text-Auszug daraus.)

Alle Fotos Brigitte Fuchs
Willst du mit mir gehn?
(…)
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Lausche dem Leben




Fotos Brigitte Fuchs: Am Sempachersee bei Sursee, Ende Februar
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Der Storch
Foto Brigitte Fuchs
Der Storch kommt aus Egypterland,
Weil Frühlingslüfte riefen.
Er steht auf seinem alten Stand
Und klappert Hieroglyphen.
Da nun Poeten überall
Der Vogelsprache kundig,
So auch den ganzen Klapperschwall
Des braven Storchs verstund ich.
Da er zurück von Pyramid‘,
Von Nil und Krokodil kam,
So war’s ein gar vergnüglich Lied
Vom wunderschönen Nilschlamm.
(…)
Heinrich Seidel (1842-1906) deutscher Ingenieur und Schriftsteller
Die ersten drei von acht Strophen seines Gedichtes „Der Storch“
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Wunder
Fotos Brigitte Fuchs: Wandgestaltung von Kindern in Sursee
Kinder und Greise haben einen Blick für das Wunder.
Paul Steinmüller (1870-1940) deutscher Schriftsteller
Aus „Rhapsodien vom wahren Frieden“
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Anagramm-Zweizeiler 631
Foto Brigitte Fuchs vom 1. März 2020 (bereits in anderem Zusammenhang gezeigt)
DIE FAHRT IN DEN LENZ
FAND LINE ERHITZEND
Brigitte Fuchs
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Frohe Kunde
Fotos Brigitte Fuchs
Erwacht! Erhebt euch! Also sangen
die Lerchen schwebend über dem Feld;
da fing es unten an zu prangen,
und festlich schmückte sich die Welt.
O süsse Kunde, die erklungen
von oben ist in Haus und Herz!
Des Todes Fesseln sind zersprungen,
und Leben regt sich allerwärts.
Gekommen ist aus Südens Ferne
der Lenz und weckt ein neues Blühn;
herunter fallen goldne Sterne,
zahllose, auf das Wiesengrün.
Bald hat aufs neu Besitz genommen
das Schwalbenpaar vom alten Nest.
O frohes Fest, sei uns willkommen,
willkommen Auferstehungsfest!
Johannes Trojan (1837-1915) deutscher Schriftsteller, Redakteur und Kinderbuchautor
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Den Februar beschliessen
Foto Brigitte Fuchs
Den Februar beschliessen,
den Sonnenschein geniessen,
in Wonne fast zerfliessen,
die Gräser sehn beim Spriessen
und wie ins Kraut sie schiessen,
die frühen Blüten giessen –
die Gräser sehn beim Spriessen
und wie ins Kraut sie schiessen,
in Wonne fast zerfliessen,
den Sonnenschein geniessen,
den Februar beschliessen.
Brigitte Fuchs

Foto Brigitte Fuchs
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Vogelsang
-

Foto Brigitte Fuchs
Es klang ein Lied vom Himmelszelt
Hell über allen Landen,
Doch hat es in der weiten Welt
Wohl niemand recht verstanden.Nur durch der Vöglein lauschend Ohr
Ist tiefer es gedrungen
Und wird seitdem als Frühlingschor
In Feld und Wald gesungen.Doch wo man einen Menschen sieht
Durch Busch und Auen gehen,
So kann er leider dieses Lied
Noch immer nicht verstehen.
-
Karl May (1842-1912) deutscher Schriftsteller
Aus dem Gedichtband „Himmelsgedanken“ Karl-May-Verlag, Radebeul bei Dresden, ohne Jahrgang


Fotos Brigitte Fuchs
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