Foto Brigitte Fuchs
Alle Birken grünen in Moor und Heid,
Jeder Brahmbusch leuchtet wie Gold,
Alle Heidlerchen dudeln vor Fröhlichkeit,
Jeder Birkhahn kullert und tollt.
Meine Augen, die gehen wohl hin und her
Auf dem schwarzen, weissflockigen Moor,
Auf dem braunen, grünschäumenden Heidemeer
Und schweben zum Himmel empor.
Zum Blauhimmel hin, wo ein Wölkchen zieht
Wie ein Wollgrasflöckchen so leicht,
Und mein Herz, es singt sein leises Lied,
Das auf zum Himmel steigt.
Ein leises Lied, ein stilles Lied
Ein Lied, so fein und lind,
Wie ein Wölkchen, das über die Bläue zieht,
Wie ein Wollgrasflöckchen im Wind.
Hermann Löns (1866-1914) deutscher Journalist und Schriftsteller

Foto Brigitte Fuchs

Wunderbare Fotos, vor allem das erste fängt die Zartheit des frühen Frühlings so schön ein. Und die Birken sind ja nicht nur botanisch Pionierpflanzen, sondern auch auf die hellen, warmen Jahreszeiten bezogen!
Liebe Grüße, Andrea
Vielen Dank, Andrea.
Fein, wie du deine Eindrücke schilderst.
Einen lieben Gruss in deinen Tag.
wow! tolle bilder!
auch die zeilen passen sehr gut. den dichter kannte ich bis jetzt nicht.
vor allem die letzte strophe gefällt mir.
ja, und Birken liebe ich sowieso 🙂
einen frohen gründonnerstag und glg.
Birken finde ich auch besonders schön.
Und sie passen ja bestens zum heutigen Gründonnerstag. :–)
Hab Dank, Merlin, und sei lieb gegrüsst!
Das wollgrasflöckchen gefällt mir so gut, liebe brigitte❣️
Einen lieben morgengruss von bruni
Mir auch, liebe Bruni.
Und es erinnert mich an Ringelnatz‘ „Zupf dir ein Wölkchen“. 🙂
Morgengrüsse zurück zu dir.
Jetzt bestellen gerade die Mauerbienenweibchen ihr Nest. Männchen, die jetzt noch vorbeikommen, haben Pech. Die sind zu spät. Aber sie haben ohnehin nicht gleiche Chancen. Geboren, um alsbald zu sterben. Ein bisschen Nektar können sie trinken.
Liebe Grüße Gerhard
Tja, das Leben ist kein Ponyhof, so heisst es doch passend irgendwo. :–)
Liebe Grüsse zu dir, Gerhard.
Birken sind auch meine Lieblingsbäume, liebe Brigitte, und ihr Grünen ist besonders zart. Und wie der Dichter die lichte Freude des Frühlings beschreibt, ich möchte dieses Lied mitsingen.
Dudelt vor Fröhlichkeit (einen Versuch ist’s wert)
Petra
Das versuche auch ich, liebe Petra, obwohl ich sehr traurig bin, weil eine langjährige Freundin verstorben ist.
Aber wie heisst es doch so schön bei Juan Ruíz Jiménez: „Und ich werde gehen
Und die Vögel werden bleiben und singen“.
Herzliche Grüsse zu dir.
Oh, liebe Brigitte, erst jetzt Deine Antwort gelesen: mein herzliches Beileid. Traurigkeit und Fröhlichkeit gehören ja beide zum Leben, sind miteinander verwoben – bei einem solchen Verlust schwingt eine Saite im Klanggewebe stärker in einem.
Alles Liebe
Petra
Macht gar nichts, Petra.
Und du hast ja so recht, beides gehört zum Leben dazu, das Traurige und das Fröhliche.
Und manchmal überwiegt eben das Eine oder das Andere stärker.
Sei nochmals herzlich gegrüsst!
Ein wunderschönes Gedicht,
liebe Frau Quersatzein,
das danach ruft, vertont zu werden!
Die nordischen Birken gehören auch zu meinen Lieblingsbäumen und lassen Sehnsuchtsgefühle aufkommen…
Mit lieben Grüssen zu Ihnen in den heutigen Gründonnerstag
Hausfrau Hanna
Danke, werte Hausfrau Hanna.
Ja, die Birkenwälder sind vor allem im Norden heimisch.
Mich begeistern sie auch sehr.
Einen lieben Gründonnerstaggruss zurück zu Ihnen.
Seine Augen »schweben zum Himmel empor«,
was ist das für eine Geschichte?
Wie kam’s, dass Herr Löns seine Augen verlor –
entfleuchten sie seinem Gesichte?
Des Dichters Freiheit geht halt vor,
da schweben Wort‘ und Aug‘ empor,
ganz losgelöst von Leib und Geist.
(Und oben bleiben sie dann meist.)
;–)
Liebe Brigitte,
jetzt überholt ein Grün das andere 🙂
LG Bernhard
So ist es, Bernhard.
Und unsere Freude darüber ist gross.
Lieben Morgengruss zu dir.
Meine Mutter liebte die Lönsgedichte wegen ihrer Nähe zur Natur und sie hätte heute Geburtstag gehabt!
Traurige Grüße von Sonja
Ja, man wird traurig an solchen Tagen.
Vielleicht hilft ja die Frühlingsnatur ein wenig über den Verlust hinweg.
Einen lieben Gruss zu dir.
Danke für deine einfühlsamen Worte!
Gerne.