Archiv des Autors: Quer

Anagramm-Zweizeiler 633

Foto Brigitte Fuchs

 

 

WAS GIBT’S DA ZU SEHEN, IHR MAEDCHEN?

DEMNACH GIBT’S DA WAS ZU SEHEN: HIER!

 

 

Brigitte Fuchs

 

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Von Bibern und Bäumen

Fotos Brigitte Fuchs

 

Es können Biber in den Auen
grossmeisterlich verdichtet bauen.
Sie fällen Bäume reihenweise
und hau’n ins Ried so manche Schneise.

Uns macht es traurig, denn es waren
gesunde Bäume, reich an Jahren,
die nun, gefällt, am Boden liegen
und nie mehr neue Blätter kriegen.

Was hier der Biber tüchtig tut,
ist für den Baumbestand nicht gut.
Doch ist seit je Ambivalenz
Naturgesetz – nicht bloss im Lenz.

 

Brigitte Fuchs

 

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Hellgrüne Tannenschösslinge

Foto Brigitte Fuchs

 

 

Hellgrüne Tannenschösslinge im Wald sind

jedes Jahr Ermutigungsgeschichten.

 

 

Viktor Steinhauser, geb. 1956, Schweizer Geologe, Lehrer und Schriftsteller
Texteintrag mit Erlaubnis des Autors

 

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Liebesgeständnis

Foto Brigitte Fuchs, gesehen in Tonis Zoo, Rothenburg/LU

 

Storch und Störchin sind ein Paar
wohl seit einem guten Jahr.

Glücklich wohnen sie im Nest,
rings herum das Frühlingsfest.

«Schatz», fragt sie ihn, «liebst du mich?»
«Ja», sagt er, «ich steh auf dich!»

 

Brigitte Fuchs

 

Foto Brigitte Fuchs

 

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Die Weidenkätzchen

Fotos Brigitte Fuchs

 

Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grüner Seide,
wie aus grauem Samt!
Oh, ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt!

Wollens gern dir sagen:
wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum,
haben winterüber
drin geschlafen, Lieber,
in tieftiefem Traum.

(…)

 

Christian Morgenstern (1871-1914) deutscher Dichter und Schriftsteller
Die ersten beiden der 6 Strophen des gleichnamigen Gedichtes

 

Fotos Brigitte Fuchs

 

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Welttag der Poesie

 

Die Sätze die Gärten das Salz

Ihre Sätze sind Eimer bis zum Rand gefüllt
sie spricht Brücken über den Fluss
redet in weiten Landstrichen ihre Winterworte
nehmen den Frühling voraus

Grün ist nicht grün erklärt sie
wenn sie Meer in den Morgen kippt

In ihren Nesselgärten spielt das Licht
während sie fortfährt zu sprechen trifft
mich die Helle auf der Zunge brennt Salz
zu früh sagt sie plötzlich schreib nicht zu früh

 

Brigitte Fuchs
Aus „Suchbild mit Garten“ Gedichte, Kukuruz Verlag Lüchingen 1998

 

 

Gleichnis vom Schreiben

Nicht immer fällt Zauber
von der Stirne aufs Blatt und
immer ist nur eines da die
Blösse zu bedecken: grün
oder weiss

Aber man kann Schiffe
falten und sie durch die Luft
segeln lassen beladen mit Efeu
und Rosenbäumen und
bei auffrischendem Wind
fahren die Schiffe ein
im Garten des blinden Gärtners
und er legt hellblühende
Reihen an und seine Hand
geht von Blatt zu Blatt

 

Brigitte Fuchs
Aus „Suchbild mit Garten“ Gedichte, Kukuruz Verlag Lüchingen 1998

 

Alle Fotos Brigitte Fuchs

 

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Gefunden

Foto Brigitte Fuchs: Buschwindröschen

 

Ich ging im Walde
so für mich hin,
und nichts zu suchen,
das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich
ein Blümchen steh’n,
wie Sterne leuchtend,
wie Äuglein schön.

Ich wollt‘ es brechen,
da sagt‘ es fein:
Soll ich zum Welken
gebrochen sein?

Ich grub’s mit allen
den Würzlein aus,
zum Garten trug ich’s,
am hübschen Haus,

Und pflanzt es wieder
am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
und blüht so fort.

 

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) deutscher Dichter und Universalgelehrter

 

Foto Brigitte Fuchs

 

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Die Spuren im Sand

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

 

Die Spuren im Sand

Wir lesen und erfahren

von früher und jetzt

 

 

Brigitte Fuchs

 

 

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Knallbunt

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Verlass mich nie! Mein Glück, du bunter Traum!

 

 

Friedrich Nietzsche (1844-1900) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
In Nietzsche, F., „Nachgelassene Fragmente“ aus dem Gedicht »Ohne Heimat!«

 

P.S.
Mir war gestern das Glück auch hold. Nicht der PC war defekt, sondern nur die Steckleiste. Und sobald diese ausgewechselt war, funktionierte das ganze Ensemble samt Drucker und Lautsprechern wieder einwandfrei. Danke fürs Daumenhalten! :–)

 

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Wege

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Sei dir nicht selbst im Wege! O wenn du wüsstest,

wie die Wege sich dem Sanften ebnen!

 

Richard Wagner (1813-1883) deutscher Komponist

 

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