Bauernständchen

Foto Brigitte Fuchs: Hallwilersee

 

 

(…)

Ei zum Teufel! guck heraus!
Höre mein Gesuche!
Beten, Singen geht mir aus,
Willst du, dass ich fluche?
Muss ich doch ein Hans Dampf sein,
Frör ich nicht zu Stein und Bein,
Wenn ich länger bliebe?
Liebe, das verdank ich dir,
Winterbeulen machst du mir,
Du vertrackte Liebe!
Draussen, draussen Kalt und Graus!
Ei, zum Teufel, guck heraus.

(…)

 

Friedrich Schiller (1759-1805) deutscher Dichter, Dramatiker, Philosoph und Historiker
Auszug aus dem Langgedicht „Bauernständchen“

 

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18 Antworten auf Bauernständchen

  1. C Stern sagt:

    Was für ein prächtiges Bild – ein minimiertes Farbspiel und doch so voller Farbklang, bin begeistert 🙂
    Nein, da fluche ich gar nicht, sondern lasse einfach Dein Bild wirken.
    Einen fröhlichen Morgengruß zu Dir, liebe Brigitte! Auf einen gemütlichen Sonntag!

  2. merlin sagt:

    da fordert offenbar die liebe ihren tribut 😉
    nun, vielleicht wird er ja in die warme stube gelassen…
    heute vorerst wirklich indoorwetter…
    einen herzlichen morgengruss zu dir und einen schönen sonntag!

    • quersatzein sagt:

      Solange man eine warme Stube hat, bleibt alles im grünen Bereich. :–)
      Und aufs Wetter schimpfen (oder gar auf die Liebe) darf gelegentlich auch sein. 🙂
      Dir ebenfalls einen schönen, gemütlichen Sonntag, Merlin, und herzliche Grüsse.

  3. andrea sagt:

    Ein richtiges „Gefühlsfoto“ ist das … wie ja auch der Gedichtsausschnitt ein „gefühliger ist, wobei das Foto weicher, nicht so hochfahrend wie der Text ist.
    Da träum ich mich doch schnell mal ein bisschen mit übers Gewässer , bevor ich in den Tag starte! 🙂

    Liebe Grüße! Andrea

  4. quersatzein sagt:

    Ja, mach das, Andrea!
    Träumen passt gut in diesen nassgrauen Sonntag.
    Einen lieben Sonntagsgruss zu dir.

  5. Edith Hornauer sagt:

    Welch ein Bild – am Steg stehend, deutlich sehend, doch der Blick in die Ferne noch in Dunst gehüllt. Schiller wusste, wovon er schrieb und du hast dies so sehr gut umgesetzt. Ja, wer sucht, der findet – nicht immer gleich, aber irgendwann …
    Herzliche Sonntagsgrüße zu dir von mir.

  6. quersatzein sagt:

    So ist es, Edith.
    Heute finden wir zumindest Ruhe und Beschaulichkeit. :–)
    Herzlichen Sonntagsgruss zu dir zurück.

  7. mona lisa sagt:

    Der Blick auf den See macht (mich) eher still,
    vielleicht ein wenig melancholisch.
    Wir sind heute früh hier mit Sonnenstrahlen gesegnet.
    Stein und Bein frieren ist dennoch möglich, wenn man sich nicht entsprechend kleidet 😉
    Herzliche Sonntagsgrüße

  8. quersatzein sagt:

    Freut mich, Mona Lisa, dass ihr ein wenig Sonne bekommt.
    Geniess den kalten aber hellen Sonntag und sei herzlich gegrüsst!

  9. bruni8wortbehagen sagt:

    Ein Bauerständchen von Friedich Schiller?
    Und was für eines 🙂 Potz Blitz, es ist deftig, fast heftig und es trotzt vor stimmigem Witz, liebe Brigitte, und ich bin immer wieder überrascht, was Du alles findest und für uns dann auch zeigst.
    Ob er am See sitzt und angeln möchte und kein einziger beißt an?

    Grinsegrüße von Bruni an Dich

  10. quersatzein sagt:

    Da bin ich auch überfragt, liebe Bruni.
    Aber denkbar wäre es schon. :–)
    Du sagst es, das ist ein eher ungewöhnlicher „Schiller“.

    Lächelnde Sonntagsgrüsse zurück zu dir.

  11. PepeB sagt:

    Ein fast zenartiges Foto voller Ruhe zeigst Du uns heute, während der Dichter groß auffährt. Die Liebe will er wohl rumkriegen, hofft auf Erbarmen, so scheint mir …
    Liebe Sonntagsgrüße
    Petra

  12. quersatzein sagt:

    So kann man sich das vorstellen.
    Wir schauen uns derweil stille Landschaften an. :–)
    Einen lieben Sonntagsgruss zu dir, Petra.

  13. Sonja sagt:

    Winterbeulen sind zum Heulen, oder so, auf jeden Fall nix Schönes!
    Das Foto ist schön!
    Hier beginnt es grad zu schneien…
    Gruß von Sonja

  14. quersatzein sagt:

    Stimmt.
    Und vielleicht gibt es auch hier nochmals Schnee, oh weh! :–)
    Lieben Abendgruss.

  15. roswitha sagt:

    der arme kerl tut mir leid, aber für sein vorhaben muss er auch opfer bringen. vorallem frauen brachten damals viel ein bei solchen treffen. vielleicht sah sich die angebetete aus dem fenster und verzichtete. dieses bild ist wunderbar, liebe brigitte, herzlichen gruß, roswitha

  16. quersatzein sagt:

    Anlass und Ausgang sind unbekannt. Aber das Fluchen sagt ja schon viel aus. :–)
    Lieben Montagsgruss zu dir, Roswitha.

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