Archiv der Kategorie: Bilder

Ein sympathischer Zug

Foto Brigitte Fuchs: „ein sympathischer Zug.“ im Bahnhof Luzern

 

 

Es gibt einen geheimnisvollen Zug, der die Menschen aneinanderkettet. … Es ist jene mächtige, aber rätselhafte Zugkraft der Seele, die wir Sympathie nennen.

 

 

Heribert Rau (1813-1876) deutscher freireligiöser Pfarrer, Theologe und Schriftsteller

 

 

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Wo rollen sie denn hin?

Fotos Brigitte Fuchs

 

Zum Blogeintrag vom Samstag stellte Mister „nömix“ (https://noemix.wordpress.com/) auf dem Kommentartummelfeld zum Gedicht „Herbstbeginn“ von Hans Leifhelm eine berechtigte Frage in Versform, die ich, so gut es eben ging (und es ging erstaunlich gut und machte Spass), ebenfalls in Versen beantwortete:

 

Nömix:

»Wie schwellede Kugeln aus Kupfer und Gold
Sind die Früchte des Kürbis dem Acker entrollt.«

Wenn die Früchte des Kürbis dem Acker entrollen,
Statt liegen zu bleiben alldort, wie sie sollen,
Da kommt mir die Frage darob in den Sinn:
Wo rollen die Früchte des Kürbis denn hin?

 

Quersatzein:

Ich denke, sie rollen, wenn niemand grad schaut,
aus ihrem Verstecke im Kürbisfeldkraut
hinaus ins erhoffte Vergnügen hinein.

Sie wollen bestimmt keine Hohlköpfe sein,
die abends hell leuchten mit grinsendem Mund. –
Drum sind sie, um heimlich zu rollen, so rund.

 

 

Fotos Brigitte Fuchs

 

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Dosen

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Das Glück des Lebens setzt sich aus winzigen Kleinigkeiten zusammen – den kleinen, bald vergessenen Wohltaten eines  Kusses oder Lächelns, eines freundlichen Blicks, eines von Herzen kommenden Kompliments –, zahllosen, unendlich kleinen Dosen angenehmer und belebender Freuden.

 

 

Samuel Taylor Coleridge (1772-1834) englischer Literaturkritiker und Dichter

 

Fotos Brigitte Fuchs

 

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Herbstbeginn

Fotos Brigitte Fuchs

 

Es leuchten die Winden am Wege schneeweiß,
Es strotzen die Kolben am gilbenden Mais,
Wie schwellede Kugeln aus Kupfer und Gold
Sind die Früchte des Kürbis dem Acker entrollt.

Schon webt im Gehölze ein gelbliches Licht,
Bleichflammend die Herbstzeitlose aufbricht.
Vom nächtigen Grün des Blattes umkränzt
In Ebenholzschwärze die Einbeere glänzt.

September, September – wildgellend hallt
Der Schrei des Falken über dem Wald,
Die Schlange, noch einmal abstreift sie ihr Kleid,
Zum letzten Empfange der Sonne bereit.

Die Hummel zieht tönend die trächtige Bahn
Im Honigklee und im Thymian.
Die Baldachinspinne ihr Silberwerk spinnt,
Der süße Seim aus den Birnen rinnt.

Mit panischem Warnruf die Drossel entflieht,
Verzaubert steht die Libelle im Ried,
Der Wein auf den Mittagshügeln kocht.
Es gilbt der Kranz, den der Sommer flocht.

Schon morgen klirren die Blätter wie Glas,
Schon morgen prallen die Früchte ins Gras,
Schon morgen richten aus kreisendem Flug
Die Schwalben zum Süden den pfeilenden Zug.

 

Hans Leifhelm (1881 – 1947) österreichischer Lyriker

 

Fotos Brigitte Fuchs

 

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Vom Spaziergang mitgebracht…

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Immer wieder

Der Winter ging, der Sommer kam.
Er bringt aufs neue wieder
Den vielbeliebten Wunderkram
Der Blumen und der Lieder.

Wie das so wechselt Jahr um Jahr,
Betracht ich fast mit Sorgen.
Was lebte, starb, was ist, es war,
Und heute wird zu morgen.

Stets muss die Bildnerin Natur
Den alten Ton benützen
In Haus und Garten, Wald und Flur
Zu ihren neuen Skizzen.

 

 

Wilhelm Busch (1832-1908) deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

 

Fotos Brigitte Fuchs

 

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Durst

Foto Brigitte Fuchs

 

 

Über des Wassers Wert belehrt uns am besten der Durst.

 

 

Sprichwort aus Russland

 

 

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Zwei Heimgekehrte

Foto Brigitte Fuchs: Wanderer zum Hohen Kasten/AI

 

 

Zwei Wanderer zogen hinaus zum Tor,
Zur herrlichen Alpenwelt empor.
Der eine ging, weil’s Mode just,
Den andern trieb der Drang in der Brust.

Und als daheim nun wieder die zwei,
Da rückt die ganze Sippe herbei,
Da wirbelt’s von Fragen ohne Zahl:
»Was habt ihr gesehn? Erzählt einmal!«

Der eine drauf mit Gähnen spricht:
»Was wir gesehn? Viel Rares nicht!
Ach, Bäume, Wiesen, Bach und Hain,
Und blauen Himmel und Sonnenschein!

«Der andere lächelnd dasselbe spricht,
Doch leuchtenden Blicks, mit verklärtem Gesicht:
»Ei, Bäume, Wiesen, Bach und Hain,
Und blauen Himmel und Sonnenschein!«

 

Anastasius Grün (1808-1876) österreichischer Politiker und Lyriker

 

Foto Brigitte Fuchs: Wandergruppe im Appenzellerland

 

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Bergwandertage

Fotos Brigitte Fuchs: Alpendohlen auf dem Hohen Kasten (1794 m ü. M.) bei Brülisau / Appenzell Innerrhoden

 

 

Bergwandertage

Um den offenen Rucksack

hüpfen die Dohlen

 

 

Brigitte Fuchs

 

 

Fotos Brigitte Fuchs

 

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Anagramm-Zweizeiler 585

Foto Brigitte Fuchs

 

HERBEI GELATSCHT:

HERBSTLICHE TAGE.

 

 

Brigitte Fuchs

 

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

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Vertrauen

Foto Brigitte Fuchs

 

 

Die grösste Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat.

 

 

Matthias Claudius (1740-1815) deutscher Dichter

 

 

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