Monatsarchive: Juni 2019
Eine Biene, vielleicht zwei…

Fotos Brigitte Fuchs
Eine Biene, vielleicht zwei,
summen hin und summen her.
Sie beeilen sich gar sehr,
schauen da und dort vorbei.
Lassen keine Blüte aus,
würden sich das nicht verzeihen.
Alle Gärten, alle Reihen
abgehakt beim Flug nach Haus.
Hast du jene? Hab ich diese?
Fehlte noch, dass eine flucht:
„Mich habt ihr noch nicht besucht!“
Ach, wie weit sind Wald und Wiese!
Brigitte Fuchs
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Wegweisend…

Foto Brigitte Fuchs
…oder vom Weg abgekommen?
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Sommergast

Fotos Brigitte Fuchs
Der Buchfink
In den grünen Buchenhallen
Wandre ich vergnügt und froh,
Und von allen Wipfeln schallen
Hör’ ich’s ebenso,
Überall nur ein Getön:
„Trallala, die Welt ist schön!“
(…)
Ja, die kleinen klugen Finken
Sind der höchsten Weisheit voll.
Wer in Trübsinn will versinken,
Der ist wirklich toll,
Wenn es schallt aus grünen Höhn:
„Trallala, die Welt ist schön!“
Heinrich Seidel (1842-1906) deutscher Ingenieur und Schriftsteller
Erste und letzte Strophe seines Gedichtes „Der Buchfink“

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TISCHE-ABC

Foto Brigitte Fuchs: Installation in Rapperswil im Kanton St.Gallen, Mai 2019
AROMA – TISCH
BRI – TISCH
CHARISMA – TISCH
DRAMA – TISCH
ERO – TISCH
FANTAS – TISCH
GRAVITÄ – TISCH
HERME – TISCH
IDEN – TISCH
JURIS – TISCH
KRI – TISCH
LINGUIS – TISCH
MATHEMA – TISCH
NEURO – TISCH
OP – TISCH
PRAK – TISCH
QUADRA – TISCH
ROMAN – TISCH
STA – TISCH
THEORE – TISCH
UNÄSTHE – TISCH
VORSTÄD – TISCH
WELTPOLI – TISCH
XYLOGRAPHEN – TISCH
YUVEN – TISCH
ZENTRALIS – TISCH
Brigitte Fuchs

Foto Brigitte Fuchs: Installation in Rapperswil im Jahre 2014
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Hast du die Schwäne gesehn?

Fotos Brigitte Fuchs
Hast du die Schwäne gesehn? Sie trugen zu Neste. Sie theilten
Treulich die Lust und die Last. Sieben schon wurden aus zween.
Ludwig Gotthard Kosegarten (1758-1818) deutscher Dichter, Pfarrer und Professor an der Uni Greifswald
Text aus dem Internet

Foto Brigitte Fuchs: Schwanenfamilie am Rhein bei Waldshut/Deutschland
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Die Blumen…

Foto Brigitte Fuchs: Clematis (oder Waldrebe) „Multi Blue“
Die Blumen machen den Garten, nicht der Zaun.
Deutsches Sprichwort
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Nichts ist verblüffender…

Fotos Brigitte Fuchs
Nichts ist verblüffender als die einfache Wahrheit, nichts exotischer als unsere Umwelt, nichts ist phantasievoller als die Sachlichkeit.
Und nichts Sensationelleres gibt es in der Welt als die Zeit, in der man lebt!
Beide Zitate: Egon Erwin Kisch (1885-1948) österreichisch-tschechischer Schriftsteller, Journalist und Reporter
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Pflanzenkunde

Fotos Brigitte Fuchs
Pflanzenkunde
Kraut ist Kraut und Mann ist Mann. Man
kann viel wohlgeformte Frauenschuhe
sammeln, Hirtentäschchen, Löwenzahn.
Ach ja, und Kindern liest man Märchen
vor, in denen der gemeine Hexenbesen,
Stiefmütterchen und andere Wesen ihr
Spiel mit jedem guten Heinrich treiben.
Womöglich sind Waldvögelein, Rapunzel,
vielleicht sogar Schneeweisschen und
fein Rosenrot am Ende tot – man weiss es
nie so ganz genau. Nur das Vergissmein-
nicht (sofern es nicht gestorben ist und
heut noch lebt im Märchenwald) vergisst,
was bös, was gut ist, nicht und überhaupt.
Brigitte Fuchs
Aus „Es tanzt der Stein“, Gedichte, Edition 8, Zürich 2014

Fotos Brigitte Fuchs
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Nach Sonne gehn

Foto Brigitte Fuchs
Das ist ein köstlich Ding: nach Sonne gehn
Und dann, eh man’s geglaubt, in Sonne stehn.
Die Wege alle sind in Licht getan,
Wohin du gehst, hebt neues Leuchten an.
Hörst du’s? Ganz deutlich ist’s: von Ried und Rain
Macht Feldmusik ein Chor von Engelein.
Du musst nur hören, und du musst nur sehn –
Das ist ein köstlich Ding: nach Sonne gehen!
Gustav Schüler (1868-1938) deutscher Schriftsteller und Lyriker
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Wie wenn das Leben wär nichts anderes
Fotos Brigitte Fuchs
Wie wenn das Leben wär nichts anderes
als das Verbrennen eines Lichts!
Verloren geht kein einzig Teilchen,
jedoch wir selber gehen ins Nichts!
Denn was wir Leib und Seele nennen,
so fest in eins gestaltet kaum
es löst sich auf in tausend Teilchen
und wimmelt durch den öden Raum.
Es waltet stets dasselbe Leben.
Natur geht ihren ewigen Lauf;
in tausend neu erschaffnen Wesen
stehen diese tausend Teilchen auf.
Theodor Storm (1817-1888) deutscher Schriftsteller, Novellist und Lyriker
Zur Info: Dieses Hallstatt-Grab auf dem Sonnenberg zwischen Reinach/AG und Menziken wurde im Zeitraum 800 bis 500 v. Chr. errichtet und 1932 wiederentdeckt und restauriert.
Als Hallstatt-Zeit wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. benannt.
Keramikfunde aus dieser Epoche sind im Museum „Schneggli“ in Reinach/AG zu sehen.
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