Monatsarchive: August 2019

Im Sommer

Foto Brigitte Fuchs

 

 

Die Sommerzeit, die Sommerzeit,
Das ist die Zeit der Lustbarkeit.
Da können wir draussen sein
Und spielen im Sonnenschein
Den ganzen Tag bis zum Abend hinein.

Da können wir im Schatten
Auf grünen Matten
Spazieren, marschieren
Und exercieren.

 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) deutscher Sprachforscher und Liederdichter

 

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Nähe

Foto Brigitte Fuchs: Kohlweissling

 

Ich tret` in deinen Garten;
Wo, Süsse, weilst du heut?
Nur Schmetterlinge flattern
Durch diese Einsamkeit.

Doch wie in bunter Fülle
Hier deine Beete stehn!
Und mit den Blumendüften
Die Weste mich umwehn!

Ich fühle dich mir nahe,
Die Einsamkeit belebt;
Wie über seinen Welten
Der Unsichtbare schwebt.

 

Ludwig Uhland (1787-1862) deutscher Dichter, Jurist und Politiker
Aus „Der Garten der Poesie“, Gedichte, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2006

 

Foto Brigitte Fuchs: Ausschnitt vom oberen Bild

 

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Lose Serie: Sagenweg I

In loser Folge zeige ich hier einige Bilder vom „Freiämter Sagenweg“ in Waltenschwil/Aargau.

„Am 2. Freiämter Bildhauer-Symposium 2010 schufen zwölf Künstler oder Künstlerinnen im Wald Skulpturen zu je einer Freiämter Sage. Als Materialien verwendeten sie Muschelsandstein, Stahl, Holz, Styropor und Beton.“

Auf Infotafeln kann man Näheres erfahren und auch die Sagen lesen.
Den untenstehenden, leicht gekürzten Sagentext entnahm ich der Website:

www.freiamt.ch/freizeit-erlebnis/freiaemter-sagenweg/

 

Fotos Brigitte Fuchs:

Künstler der Holzkegel: Nicolas Wittwer, Bildhauer, Merlischachen

 

Kegler im Uezwiler Wald

 

(…)

„Man erzählte, dass hier vor urdenklichen Zeiten die lange Kegelbahn der früheren Waldwirtschaft gelegen sei. Die von weither viel besuchte Gaststätte und die bekannte Kegelbahn seien aber schon lange verschwunden und nur die stets öde Wegstrecke erinnere an den ehemaligen begehrten Spielplatz der lustigen, aber oft auch streitenden Kegler. (…)
Um Mitternacht huschen dunkle Schatten von falschen, streitsüchtigen Spielern über den verödeten Platz; man hört die rollenden Kugeln und das dröhnende Fallen der Kegel, aber auch das Streiten und Lärmen uneiniger Spieler samt dem röchelnden Stöhnen wütender Raufbrüder. In diesen wilden Lärm klingt helle Tanzmusik, die so lange zu hören ist, wie der Lärm der Uezwiler Kegelbrüder. Nächtliche Wanderer wurden oftmals durch surrendes Rauschen im Buchenwald am Weiterwandern gehindert und konnten erst nach wilden Schlägen mit einem geschwollenen Kopf spät heimkommen. Buben, die am Hang des Greberenwald Ziegen hüteten, hörten bisweilen gegen die Abenddämmerung lustige Musik erklingen, die dann aber plötzlich mit lautem Prascheln in das nahe Gehölz fuhr.“

 

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Anagramm-Zweizeiler 289

Foto Brigitte Fuchs

 

 

FRAEULEIN ROSAROT LIEBT

ITALIEN, OSLO, ERFURT, ABER…

 

 

Brigitte Fuchs

 

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Am Ufer der Aare „Am Aarebort“

Fotos Brigitte Fuchs: An der Aare bei Aarau

 

(…)

Am Aarebort händ d Wälle gwüehlt und gwalet,
Es ewigs uf und ab, sind z gumpe cho
Vo wytem und vo nochem. Witt si neh,
So sind si scho vergangen und verruscht.
S Mareili und sis Schwöschterli sind iez
Am Ufer ghocket, händ di blutte Füess
Is Wasser gha und no de Stäine gstupft.
„Mareili, lueg ä, wi si suber wärde!“
Het s Anni grüeft und wüetig mit de Hände
Die brune Zähje wyss und glänzig gribe.
Iez uf und s Röckli ab! Es springt im Hömli
Uf Gras und Sand und übers Aarechees,
Und d Schwöschter het s no gschwind am Hor verwütscht:
„Zieh emel s Hömli ab, wen d bade wit!
Lue, d Sunne schaffet nümmen über d Zyt.“

(…)

 

Paul Haller (1882-1920) Schweizer Mundartdichter
Auszug aus dem Mundartepos „s’Juramareili“, Gedicht in Aargauer Mundart, Verlag Sauerländer, Aarau, 1. Auflage 1912

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Grosse Ruhe

Foto Brigitte Fuchs

 

Die Natur ist die grosse Ruhe gegenüber unserer Beweglichkeit. Darum wird sie der Mensch immer mehr lieben, je feiner und beweglicher er werden wird. Sie gibt ihm die grossen Züge, die weiten Perspektiven und zugleich das Bild einer bei aller unermüdlichen Entwicklung erhabenen Gelassenheit.

 

 

Christian Morgenstern (1871-1914) deutscher Dichter, Übersetzer und Schriftsteller

 

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Limerick 85

Foto Brigitte Fuchs: Zitronenfalter

 

 

Er kam nun ins mittlere Alter,
der hübsche, zitronige Falter,
und zog gern beim Wandern
von einer zur andern.
(Das machen auch Horst, Fritz und Walter.)

 

Brigitte Fuchs

 

 

Foto Brigitte Fuchs: Zitronenfalter

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Lieblingsplatz

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Zeit ist eine Göttin, die allen einen Platz zuweist.

 

 

Sophokles (wahrscheinlich 496-406 v. Chr.) griechischer Dichter, Schauspieler und Staatsmann

 

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Der einfachste Weg

Foto Brigitte Fuchs

 

 

Der Versuch, andere zu amüsieren,

ist der einfachste Weg, sich selbst zu erheitern.

 

 

Mark Twain (1835-1900) US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

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Besinnungsweg

Fotos Brigitte Fuchs

 

„Streut Liebe in alle Herzen. M 105“

Zitat auf dem Glaszylinder mit Weltkugel, auf der das Wirken der Ordensfrau nachgezeichnet ist.

 

Im Oktober 2009 wurde in Auw im Kanton Aargau ein Besinnungsweg mit fünf Stationen zu Ehren von Maria Bernarda Bütler (1848-1924), der katholischen Missionarin und Ordensgründerin, errichtet. Papst Benedikt XVI. hatte sie ein Jahr zuvor heilig gesprochen.

Der rund einen Kilometer lange Besinnungsweg richtet sich an alle Altersgruppen und Konfessionen und bietet auch „Nichtgläubigen“ Symbole und Anregungen zur Besinnung.

Der gestrige Nationalfeiertag schien uns ein geeigneter Anlass, diesen Weg abseits des Festtags-Trubels unter die Füsse zu nehmen.

Wer mehr dazu wissen möchte, kann sich hier informieren:

http://www.auw.ch/xml_1/internet/de/application/d554/f383.cfm

 

 

Fotos Brigitte Fuchs

 

„Es geschah oft und zwar schon in den ersten Kinderjahren, dass plötzlich ein klares Licht über mich kam. M14“

Zitat auf der blauen Glasscheibe

 

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