Der Storch

Foto Brigitte Fuchs

 

Der Storch kommt aus Egypterland,
Weil Frühlingslüfte riefen.
Er steht auf seinem alten Stand
Und klappert Hieroglyphen.

Da nun Poeten überall
Der Vogelsprache kundig,
So auch den ganzen Klapperschwall
Des braven Storchs verstund ich.

Da er zurück von Pyramid‘,
Von Nil und Krokodil kam,
So war’s ein gar vergnüglich Lied
Vom wunderschönen Nilschlamm.

 

(…)

 

Heinrich Seidel (1842-1906) deutscher Ingenieur und Schriftsteller
Die ersten drei von acht Strophen seines Gedichtes „Der Storch“

 

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22 Antworten auf Der Storch

  1. Gerhard sagt:

    Vom Nilschlamm sang er schräg
    Weiss nicht, was ihn da beweg?
    Vielleicht die Würmer im Schlamm
    Die mochte er sehr, verdamm!
    Wieso ging er denn dann weg?
    Hat das nicht überleg,
    So wie ich mit dem Reim
    Sollte wohl so seim!

    Liebe Grüße Gerhard

  2. quersatzein sagt:

    Mich begeisterst du mit deinen nächtlichen schrägen Reimen, Gerhard.
    Sie machen riesengrossen Spass. :–)
    Hab Dank und sei heiter gegrüsst!

  3. merlin sagt:

    das ist ja eine geschichte 🙂
    mittlerweile bleiben viele störche das ganze jahr bei uns…offenbar vermissen sie ägypten nicht…
    prächtige fotos dieser eindrucksvollen vögel hast du gemacht 🙂
    herzliche morgengrüsse und einen schönen tag dir.

  4. quersatzein sagt:

    Ja, nicht alle nehmen den beschwerlichen Weg mehr unter die Flügel.
    Die milden Winter machen es möglich.
    Jetzt kann man sie schon wieder öfters antreffen in Feld und Flur.
    Es sind einfach sehr imposante Vögel.
    Dir lieben Dank und schöne Grüsse. Hab ebenfalls einen freudigen Tag!

  5. mona lisa sagt:

    Das, was Merlin geschrieben hat, ist mir auch sofort in den Sinn gekommen:
    Hier in der Nähe sind sie zahlreich anzutreffen.
    Im Dorf tauchen sie dann – nach Geburten – auch noch in den Vorgärten auf und geben still Zeugnis ab.
    Herzliche Morgengrüße

    • quersatzein sagt:

      So ist es wohl mittlerweile, dass die Störche hier überwintern.
      Und noch immer geistert das Märchen vom Storch herum, der die Babies bringt. :–)
      Einen lieben Retourgruss zu dir.

  6. Edith sagt:

    Von meiner Bibliothek aus hatte ich richtig guten Blick aufs Storchennest. Deshalb war ich dann die Storchenzählerin, habe alles dokumentiert und weiter gemeldet, was sich so tat im Nest. Und Buchlesungen im Bibliothekshof waren zur Storchenzeit der Renner,lächel…
    Dir liebe Grüße
    Edith

  7. andrea sagt:

    auch das lied des poeten ist vergnüglich! zum glück nicht in hierogyphen!

    🙂 Frühlingsgrüße schicke ich auf den Internets Schwingen! :)))

  8. quersatzein sagt:

    Das finde ich auch, Andrea.
    Frühlingsgrüsse auf dem selben Weg zurück zu dir.

  9. PepeB sagt:

    Das Lied vom Nilschlamm, liebe Brigitte, würden wir ohne Störche (und Poeten als Übersetzer) gar nicht kennen!
    Was uns da entginge, unvorstellbar!
    Klappert feine Grüße
    Petra

  10. quersatzein sagt:

    Du sagst es, Petra, das wäre ein grosser Verlust! 🙂
    So klappere ich fröhlich zurück zu dir.

  11. Sonja sagt:

    Er klappert Hieroglyphen, wie köstlich ausgedrückt!
    Sonnengruß von Sonja

  12. quersatzein sagt:

    Das gefällt mir auch sehr! 🙂
    Sonnengrüsse zurück zu dir.

  13. Syntaxia sagt:

    Das sind vergnügliche Verse! Ja, wenn sich Poeten so gut auf Vogelsprachen verstünden, dann wären die Geheimnisse keine mehr und wir könnten manchem Vogel helfen. Vor allen Dingen, wenn sie hierbleiben und nicht abgeschossen werden in Afrika und nicht in Ägypten ankommen.
    Heute Abend sind 2 Störche vor meinem Fenster hergeflogen. Da ist es wohl an der Zeit sie einmal wieder zu besuchen und zu sehen, wie viele der 20 Nester schon bezogen sind. 🙂

    Liebe Grüße,
    SyntaxiaSophie

    • quersatzein sagt:

      Damit hast du natürlich recht, SyntaxiaSophie. Sie sind auf ihrer langen Reise sehr gefährdet.
      Wir besuchen sicher bald mal wieder die Kolonie von Störchen im Murimoos, wo hier in der Gegend jeweils die meisten Paare auf ihren Storchennestern zu bewundern sind.
      Einen lieben Abendgruss zu dir.

  14. C Stern sagt:

    Oh, das sind wunderbare Bilder, vor allem habe ich einen Storch im Flug noch nie gesehen.
    Meine Oma hat ebenso erzählt, die Kinder bringe der Storch. Sie hat nicht verstanden, dass wir schon in der Volksschule gelernt haben, wie Babys tatsächlich zur Welt kommen. Darum stehen auch bei uns immer wieder noch Störche vor Häusern, in denen ein Paar wohnt, das sozusagen mit einem Baby beliefert wurde.
    Auf die Saison der Störche und anderer prächtiger Vögel,
    liebe abendliche Grüße, C Stern

  15. quersatzein sagt:

    Ja, die Mär vom Storch, der die Kinder bringt, hält sich noch da und dort hartnäckig. :–)
    Merci, C Stern, für deinen Beitrag, und herzlichen Gruss in den Abend.

  16. Rosi sagt:

    hach ja..
    ein lustiges Gedicht 😉
    auch bei uns sind die Störche wieder da
    liebe Grüße
    Rosi

  17. quersatzein sagt:

    Sie finden sich fast überall wieder ein. Das macht Freude.
    Grüss dich, Rosi!

  18. bruni8wortbehagen sagt:

    Ach, sind sie wieder da? Ich hab sie noch gar nicht bemerkt, die Störche im Land, aber Zeit ist ja!
    Ihr Geklapper würde mich nicht stören und hätte der Storch mir damals ein Geschwisterchen gebracht, hätte es mich sehr gefreut 🙂

  19. quersatzein sagt:

    Das kann ich mir denken, liebe Bruni.
    Bei uns war er öfters mit einem Geschwisterchen. :–)
    Dir alles Gute und herzlichen Abendgruss.

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