Im Park

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Sieh, der Kastanie kindliches Laub hängt noch wie der feuchte
Flügel des Papillons, wenn er die Hülle verliess;
Aber in laulicher Nacht der kürzeste Regen entfaltet
Leise die Fächer und deckt schnelle den luftigen Gang.
– Du magst eilen, o himmlischer Frühling, oder verweilen,
Immer dem trunkenen Sinn fliehst du, ein Wunder, vorbei.

 

 

Eduard Mörike (1804-1875) deutscher Dichter

 

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16 Antworten auf Im Park

  1. merlin sagt:

    parks sind oasen einer sehnsucht der menschen nach natur – anderseits, wenn sie zu stark gepflegt sind, auch ausdruck des menschen, die natur zu beherrschen.
    heute darf es noch etwas regen geben, damit die natur nicht dürsten muss…
    einen herzlichen morgengruss zu dir 🙂

    • quersatzein sagt:

      Schön von dir beobachtet und in Worte gefasst.
      Ja, möge es nochmals zu regnen beginnen, denn der Durst der Natur muss gross sein nach dieser langen Trockenzeit.
      Ebenfalls herzliche Grüsse zu dir in die Wochenmitte.

  2. andrea sagt:

    Ich finde es auch immer wieder so eindrücklich, wie die Kastanie ihre Blätter aus den Knospen entlässt. Wie junge, noch feuchte Vögelchen mit noch hängenden Flügeln …

    Hach, der Mai ist schon eine schöne Zeit! 🙂

    Liebe Grüße! Andrea

  3. quersatzein sagt:

    Hach ja, das kann man wohl sagen! :–)
    Schwelgen wir noch eine Weile in diesem feinen Maiengefühl!
    Sei lieb gegrüsst!

  4. Petros sagt:

    Die Natur ist immer wieder beeindruckend und steckt voller kleiner Wunder. Dazu kann man auch Naturgedichte wie dieses zählen.
    LG Petros

  5. quersatzein sagt:

    Das stimmt. Naturgedichte übersetzen diese Wunder (im besten Falle) in adäquate Worte.
    Danke und liebe Grüsse zu dir.

  6. mona lisa sagt:

    Das sind zauberhafte Fotos, die den Mai adäquat abbilden.
    Und das Mörike-Gedicht hat die passenden poetischen Worte dafür gefunden.
    Wie die Vögel bin ich unbeeindruckt vom so nötigen Regen – sie singen und ich genieße auch weiterhin.
    Herzliche Grüße

  7. quersatzein sagt:

    Danke, Mona Lisa: Das Mörike-Gedicht erinnert mich irgendwie an Hölderlin, der eine ähnlich schöne Art zu schreiben hatte.
    Ja, der Regen darf ruhig fliessen, er tut (hier täte) der Natur so gut.
    Herzlichen Retourgruss zu dir.

  8. PepeB sagt:

    Wie genau Mörike die Natur beobachtet hat, die Entfaltung von Schmetterlingsflügeln und Kastanienblättern vergleicht, eine Ähnlichkeit feststellt …
    Liebe Grüße in den aufblühenden Tag
    Petra

  9. quersatzein sagt:

    Das macht den Reiz dieses Gedichtes aus, oh ja.
    Danke, Petra, und auch dir liebe Maiengrüsse.

  10. Hausfrau Hanna sagt:

    Eine schöne,
    liebe Frau Quersatzein,
    Metapher hat Mörike mit den Schmetterlingsflügeln gefunden.
    Ich werde heute nach Kastanienbäumen Ausschau halten und sie in ihrer Blühpracht bewundern…
    Mit einem herzlichen Gruss in den Mittwoch
    Hausfrau Hanna

  11. quersatzein sagt:

    Ja, machen Sie das, liebe Hausfrau Hanna!
    Die meisten Kastanienbäume haben schon ihre blühenden weissen oder rosaroten „Blütenkerzen“ aufgesteckt.
    Einen lieben Retourgruss.

  12. Sonja sagt:

    Und wiederum so wunderbar, Text und Fotos!
    Grüße von Sonja
    P.S. In der letzten Nacht hat es endlich geregnet!

  13. quersatzein sagt:

    Dankeschön, Sonja.
    Ja, endlich ist auch bei uns etwas Regen angekommen.
    Einen lieben Gruss zu dir.

  14. bruni8wortbehagen sagt:

    Eine Bank, ein Paar, Stille und tiefes Aufatmen… :star:
    Und der Frühling eilt und macht keine Rast. Seine Farben genießen wir sehr und seinen Regen möchten wir gerne in der Nacht. Das wäre schön
    Einen lieben Gruß von Bruni

  15. quersatzein sagt:

    Das ist schön zusammengefasst, liebe Bruni.
    Regen hat es inzwischen ein bisschen gegeben.
    Und nächste Woche soll zum Glück nochmals welcher kommen.
    Einen lieben Retourgruss zu dir.

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