Mich deucht, ich sah

Foto Brigitte Fuchs

 

Mich deucht, ich sah einen güldenen Schein:
Guckt da nicht Sankt Niklas zum Fenster herein?
Glocken erklingen in weiter Ferne.
Bratäpfelduft aus dem Ofen quoll.
Am nachtklaren Himmel schimmern die Sterne verheissungsvoll
und schauen das Treiben und freuen sich mit
bei der eilenden Menschen frohklingendem Schritt.
Friedvolles Hasten weit und breit:
Weihnacht ist nahe! O heimliche Zeit!

 

Albert Sergel (1876-1946) deutscher Schriftsteller

 

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11 Antworten auf Mich deucht, ich sah

  1. C Stern sagt:

    Da liebt einer die vorweihnachtliche Stimmung – und ich kann Albert Sergel sehr gut nachempfinden. Obwohl damals bestimmt noch vieles ganz anders war. Das Hasten allerdings ist den Menschen geblieben, heute mehr denn je.
    In diesem Sinne auf viele stille Momente in der Weihnachtszeit, so bleiben wir gelassen und können genießen!
    Ganz liebe Grüße und ein stimmungsvolles 1. Adventwochenende, C Stern

  2. quersatzein sagt:

    Danke für deinen schönen, stimmigen Kommentar, liebe C Stern.
    Du sprichst mir aus dem Herzen.
    Auch dir wünsche ich ein schönes Wochenende und einen freudigen Start in den Advent!
    Lieben Gruss.

  3. Sonja sagt:

    Das Gedicht klingt wie eines von heute, und ich gehe wieder zu meinen warmen wollenen Decken und träume noch ein bisschen!
    Adventliche Grüße von Sonja

  4. merlin sagt:

    tatsächlich schleicht sich so langsam sankt nikolaus an… in der stadt zunehmend adventsstimmung…wenn sie nicht kommerzialisiert ist, gefällt mir das und was c.stern schreibt ist mir auch nahe. dann halte ich gerne mit ‚frohklingendem schritt‘ mit 🙂
    einen schönen samstag nach deinem gusto dir und glg.

  5. quersatzein sagt:

    Ja, es gibt verschiedene Auffassungen und Zugänge von und zu dieser Vorweihnachtszeit.
    Halten wir uns an das, was uns zusagt und erfreut!
    Einen schönen Tag auch dir und euch sowie herzliche Grüsse.

  6. Syntaxia sagt:

    Das klingt fein, doch aus seiner Zeit.
    Ich habe gerade in der letzten Zeit nur mit genervten und egoistischen Menschen zu tun gehabt. Die Stadt ist voll und Menschen rempeln und drängeln…
    Schön wäre es, wenn es einmal besinnlich würde, draußen ist nur Lichterblinken im Übermaß und kaufen, kaufen, kaufen….

    Hier gibt es zumindest den Versuch eines Bratapfels morgen, weil der Backofen einmal wieder nicht mehr richtig funktioniert.
    Sterne und Kerzen leuchten hier auch… 🙂

    Liebe Grüße,
    SyntaxiaSophie

    • C Stern sagt:

      Habe auf dem Weihnachtsmarkt ein Keramiköfchen entdeckt, in dem ein Bratapfel zubereitet werden kann. So etwas ist mir zum ersten Mal untergekommen, fand das eine sehr stimmige Idee. Ich konnte den Bratapfel fast schon riechen.
      Liebe Grüße, C Stern

  7. quersatzein sagt:

    Tja, da muss ich dir leider recht geben, SyntaxiaSophie.
    Längst nicht alle Mitmenschen sind so positiv und vorfreudig gestimmt, wie es uns das Gedicht von Albert Sergel vor Augen hält.
    Ob es die schnelllebige heutige Zeit ist, der Stress, die Ungeduld oder der Egoismus mancher Leute? Jedenfalls habe ich Individuen, wie du sie beschreibst, auch schon oft erlebt.
    Vielleicht lohnt es sich, die Ruhe zu bewahren und sich ganz bewusst auf die erfreulichen Dinge zu konzentrieren. :–)
    Viel Glück beim Versuch mit dem Backen der Bratäpfel!
    Und liebe Grüsse in den Abend hinein.

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