Kälte

Foto Brigitte Fuchs

 

 

Solange die Sonne scheint und der Regen regnet, die Kälte beisst, ist’s mir gleichgültig, wie unverschämt und frech das Menschenvolk ist. Ich bin es auch und lasse mich ruhig bescheinen oder nassregnen.

 

 

Wilhelm Raabe 1831-1910), Pseudonym Jakob Corvinus, deutscher Schriftsteller
Aus „Auf dunklem Grunde. Eine Skizze“

 

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12 Antworten auf Kälte

  1. andrea sagt:

    Das gefällt mir! Das dachte ich mir schon seinerzeit im Studium, dass Raabe der modernste (auch was das Sprachspiel angeht) der poetischen Realisten ist.

    Liebe Grüße! Andrea

  2. quersatzein sagt:

    Danke für deine fachkundige Einschätzung, Andrea.
    Ich mag seine Texte auch sehr.

    Einen lieben Gruss zu dir.

  3. Edith Hornauer sagt:

    Raabe zieht sich aus solchen Wetterlagen nicht zurück, er durchgeht alles in einer kritischen Ehrlichkeit, die es nicht oft gab zu seiner Zeit. Ich habe auch einige seiner Werke.
    Liebe Grüße und einen sonnigen Samstag
    von mir zu dir.

  4. quersatzein sagt:

    Danke für diese erhellenden Zeilen, Edith.
    Einen schönen Tag dir und lieben Gruss.

  5. Mona Lisa sagt:

    Ich lasse mich auch bescheinen oder beregnen, doch Unverschämtheiten gegenüber bin ich deswegen (noch) nicht gleichgültig;)
    Herzliche Grüße

  6. quersatzein sagt:

    Das sollte man auch nicht sein, Mona Lisa, da bin ich ganz bei dir.
    Einen herzlichen Retourgruss.

  7. Syntaxia sagt:

    Ein schöner Spiegel!
    Stimmt auch heute noch, das Menschenvolk ist und bleibt frech, vor allen Dingen auch den Tieren gegenüber – leider!

    Liebe Grüße,
    SyntaxiaSophie

  8. quersatzein sagt:

    So ist es. Vielfach fehlt der Respekt vor den anderen Kreaturen.

    Einen lieben Retourgruss zu dir, SyntaxiaSophie.

  9. Sonja sagt:

    Was die frierende Taube da denkt, könnte aufs aktuelle Menschenvolk passen!
    Nachtschränkchengrüße von Sonja

  10. quersatzein sagt:

    Das stimmt, Sonja.
    Liebe Morgengrüsse zu dir.

  11. bruni8wortbehagen sagt:

    Wilhelm Raabe – ein Text, so gut und richtig, wie das Taubenfoto, das Du dazu gestellt hast, liebe Brigitte!
    So viele Tauben gibt es und HD läuft über davon, aber eine einzige, die still sitzt und die Ruhe in sich selbst fühlt, macht viel mehr her, als ein ganzer Schwarm von Fliegebiestern, die sich auf Dich senken und an Deinen Butterbrot-Resten fressen…wollen 🙂

  12. quersatzein sagt:

    Tja, liebe Bruni, Tauben polarisieren und sind genauso oft verhasst wie geliebt …
    Einen frohen Nachmittagsgruss zu dir.

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