Fotos Brigitte Fuchs
(…)
Hohes Wort,
Gebirgsverwandtschaft!
Klarer Ort,
durch alle Landschaft
tiefer fort —
Sprich ins Weite,
hol aus Fernen
fremd Geleite —
ach, mit Sternen
nie zur Seite!
Zauberkreis,
erstarrte Steppen,
früher Eis,
geheime Treppen:
— kein Beweis.
(…)
Alexander Xaver Gwerder (1923-1952) Schweizer Dichter und Schriftsteller
Drei von sieben Strophen seines Gedichtes „Stundenspiel (für Erwin Jaeckle)
aus „Blauer Eisenhut“, Gedichte

für mich etwas kryptische zeilen.
lautmalerisch schön, die intention des dichters erschliesst sich mir allerdings nicht. muss auch nicht immer sein 😉
die bilder vermitteln mir einen hauch frühling…
einen frohen tag dir und herzliche morgengrüsse.
Mich weht es liedartig an, dieses Poem, aber wie dir, Merlin, ist es mir ebenfalls zu hermetisch. Man bekommt höchstens eine leise Ahnung von seinem Stundenspiel. Und es scheint ein eher düsteres, leicht trauriges zu sein.
Einen dagegen frohen Gruss zu dir.
Hab einen gefreuten Tag!
P.S
Ich habe das Gedicht als Ganzes nochmals gelesen und finde, dass in der zweiten Strophe ein wenig Licht ins Ganze kommt im Sinne von „Träume sind Schäume“:
„Segeltraum
mit weissen Schiffen
Perlenbaum
verlockt zu Riffen
später: Schaum –“
Nochmals liebe Grüsse.
danke für die interessante anmerkung, die ich teile.
wahrscheinlich ist es wirklich das hermetische, wie du geschrieben hast, das mir mühe bereitet. die von dir angefügte strophe bringt die leichtigkeit, wie sie der titel ja evoziert.
glg. zurück 🙂
Ja, vielleicht war es problematisch, nicht das ganze Gedicht vorzustellen. :–)
Nehmen wir diesen Anflug von Leichtigkeit mit ins Heute!
Für mich haben diese Zeilen etwas von Zaubersprüchen:
Eine Stimmung und einen Rhythmus erzeugen und gleichzeitig im Geheimnis bleiben.
Schön irgendwie, findet
Petra und grüßt herzlich
Das ist fein interpretiert, liebe Petra.
Vielleicht war genau das die Intention des Lyrikers.
Schön, finde auch ich.
Einen frohen Gruss zu dir.
das gefällt mir! hat was von einem zauberspruch (erinnert mich an die merseburger zaubersprüche)
🙂
Ja, das hat etwas, Andrea.
Das kommt mir auch entgegen.
Sei lieb gegrüsst!
Vielleicht,
liebe Frau Quersatzein,
ein nächtlicher Traum, der den so jungverstorbenen Schweizer Dichter (von dem ich zum ersten Mal lese) in andere Welten geführt hat.
Und den er festgehalten hat, um ihn nicht zu vergessen…
Mit einem lieben Gruss ins Wochenende
Hausfrau Hanna
Das könnte gut sein, liebe Hausfrau Hanna.
Und irgendwie passt das Poem auch zur problematischen und zwiespältigen Person Gwerders sowie zu seinem tragischen Ende.
Auch Ihnen einen lieben Gruss ins Wochenende.
In mir setzt er Bilder frei, die schnell wechseln und ja, einem Beweis schuldig bleiben.
Deine Fotos dazu lässt alles aufblühen.
Liebe Grüße
Edith
Das ist gut auf den Punkt gebracht, Edith.
Lieben Dank und Gruss zu dir.
„Geleite“ wünscht man sich herbei
Alles andere wäre einerlei
Sinn muss alles machen
Sonst sind es Würfel-Sachen.
Liebe Grüße Gerhard
Geleite wäre schön und gut
für ein wallend-wildes Blut.
Macht es dann – zusammen – Sinn,
kommt man ohne Würfeln hin.
:–)
Ein liebes Dankeschön, Gerhard.
Und frohen Gruss, ausnahmsweise sogar vor sonniger Kulisse.
Die Pflanze links oben heißt Stinkende Nieswurz und ich weiß hier an einer Wiese schattig stehend auch so eine! Blattfarbe ganz ähnlich der Blütenfarbe. Wundersam wie auch die Worte des Dichters, der wohl in dieser Welt nie ganz heimisch wurde!
Abendgruß von Sonja
Jetzt erinnere ich mich auch an den Pflanzennamen: danke!
Und was du über den Dichter schreibst, Sonja, trifft wohl genau so zu.
Einen lieben Heutegruss.
Ach, würd ich doch nur einen kleinen Teil aller Gedichte kennen…
Dem ist leider nicht so, obwohl ich immer wieder lese, aber sie viel zu oft dann auch wieder vergesse *g*
Es sind ihrer ja auch so unendlich viele, liebe Bruni.
Da ich ganz viele Gedichtbände im Regal habe, kann ich immer wieder darin stöbern. (Leider sind aber die meisten Texte der Autoren und Autorinnen noch nicht gemeinfrei und dürfen deshalb nicht präsentiert werden.)
Einen frohen Gruss zu dir.