Archiv der Kategorie: Bilder

Der Weise und der Narr

Fotos Brigitte Fuchs: Schaufenstergestaltung in Sursee

 

 

Wie das eine glückliche Stunde war,
Voll Frohsinn, Kosen und Scherzen;
Und wie der Weise und wie der Narr
Mit fröhlich waren von Herzen!

Der Narr sprach lachend: „Ich hätt‘ dich nicht
Für so närrisch gehalten!“ – Und leise
Entgegnet der andere mit ernstem Gesicht: –
„Und ich dich nicht für so weise!“

 

Albert Roderich (1846-1938) deutscher Dichter und Aphoristiker
Quelle: Roderich „In Gedanken“ Vers-Aphorismen, 1907

 

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Lichtertanz

Foto Brigitte Fuchs: Hallwilersee

 

Wasserbild
zahm und wild

dunkel hell
zart und grell

voll und ganz
satter Glanz

weiche Form
und enorm

wandelbar
einzig gar

Baum und See
Rausch Idee

 

Brigitte Fuchs

 

 

Foto Brigitte Fuchs: Hallwilersee

 

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Ich möcht‘ so gerne wissen …

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

(…)

Ich möcht‘ so gerne wissen,

Ob sich die Fische küssen. –

Unterm Wasser sieht man ’s nicht,

Und überm Wasser tun sie ’s nicht!

(…)

 

Endlich bekam ich eine Antwort auf die Liedstrophe (des deutsch-dänischen Kabarettisten Max Hansen), die wir uns als Jugendliche so oft aufsagten …

 

Foto Brigitte Fuchs

 

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Anagramm-Zweizeiler 586

Foto Brigitte Fuchs

 

 

SEIN BLOG ENGTE KALI EIN:

NIE BELANGLOSIGKEITEN?!

 

Brigitte Fuchs

 

 

Foto Brigitte Fuchs

 

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Spaziergang am Herbstabend

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Wenn ich abends einsam gehe
Und die Blätter fallen sehe,
Finsternisse niederwallen,
Ferne, fromme Glocken hallen:

Ach, wie viele sanfte Bilder,
Immer inniger und milder,
Schatten längst vergangner Zeiten,
Seh ich dann vorübergleiten.

Was ich in den fernsten Stunden,
Oft nur halb bewusst, empfunden,
Dämmert auf in Seel‘ und Sinnen,
Mich noch einmal zu umspinnen.

(…)

 

Friedrich Hebbel (1813-1863) deutscher Dichter und Dramatiker
Drei von sechs Strophen des gleichnamigen Gedichtes

 

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Stichhaltiges

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Was im Garten wächst und blüht
und in Form und Farbe sprüht,
(ob für einmal oder jährlich),
ist oft nicht ganz ungefährlich.

Viele dieser hübschen Pflanzen
(Nesseln, Disteln, wie sie heissen),
stechen, brennen oder beissen,
lähmen gar durch Giftsubstanzen.

Manche kann man nicht berühren,
ohne einen Schmerz zu spüren.
Denn was heftig kratzt und sticht,
sieht man gern, doch pflückt es nicht.

 

Brigitte Fuchs

 

Fotos Brigitte Fuchs

 

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Stille Mittagszeit

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Stille Mittagszeit –

Die Zierfische im Weiher

schwimmen durchs Hochhaus

 

 

Brigitte Fuchs

 

 

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Ohne Titel

Fotos Brigitte Fuchs: abgelichtet am 6. Oktober

 

 

Glück kommt wie Licht, wie Sonnenstrahlen,

Wie Windeswehn, wie Wolkenflug:

Hier einmal, dort zu hundertmalen

Und nie im Leben noch genug.

 

Wer kann es haschen, wer kann es finden?

Und wer bewahrt es, wenn er’s hat? –

Es schwebt ein Atem in den Winden,

Und schwimmt im Strom ein grünes Blatt.

 

 

Feodor von Wehl (1821-1890) deutscher Schriftsteller

 

Fotos Brigitte Fuchs: erstellt am 6. Oktober

 

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Bauernhofbesuch

Fotos Brigitte Fuchs: Stallungen im Murimoos

 

 

Dort, wo Bauernhöfe stehen,
gibt es dies und das zu sehen.
Schweine, Schafe, Esel, Rinder
sind für stadtgewohnte Kinder
eine kleine Sensation:
Jeder Grunz- und Schnatterton,
jedes Blöken, Muhen ist
(wie auch der Geruch nach Mist)
neu und etwas ungeheuer,
aber auch ein Abenteuer.
Gänse, Enten und Kaninchen
freuen Emma, Jan und Tinchen.
Heut sind Tiere, Feld und Teich
schönster Lern- und Spielbereich.

 

Brigitte Fuchs

 

Fotos Brigitte Fuchs: Areal im Murimoos

 

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Ruhe aus

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

Ruhe aus; ein Feld, das geruht hat, trägt herrlich Ernte.

 

Ovid (43 v. Chr.-17 n. Chr.) eigentlich Publius Ovidius Naso, römischer Epiker

 

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