Monatsarchive: März 2018
Auf der Klippe
Foto Brigitte Fuchs
II
Heidekraut steck ich an meinen Hut
und wandre.
Was ist mein Ziel?
Der Ruf eines Vogels
glockenhell
aus einem tiefen
fernen Grund…
Johannes Schlaf (1862-1941) deutscher Dramatiker, Erzähler und Übersetzer
Auszug aus dem Poem „Auf der Klippe“
Text aus dem Internet
Foto Brigitte Fuchs
Schreibrausch
Fotos Brigitte Fuchs: gesehen in der Ausstellung „Schreibrausch“ von 2017 im Strauhof Zürich
„Diese Obsession, Sätze zu tippen.“
Max Frisch
„Ich will schreibend untergehen und über der
Maschine zusammenbrechen. Alles andere
wäre mein sofortiger Tod.“
Paul Nizon
Lasst uns das Leben geniessen…
Foto Brigitte Fuchs
Lasst uns das Leben geniessen,
solange wir es nicht begreifen.
Kurt Tucholsky (1890-1935) deutscher Journalist, Schriftsteller und Publizist
Oldtimer
Anagramm-Zweizeiler 253
Foto Brigitte Fuchs: Wandgestaltung im Einkaufszentrum A1 in Oftringen
„DEM LENZ ENTGEGENRADELN“
MELDEN GANZ TRENDE ENGEL.
Brigitte Fuchs
Einem Geburtstagskind ins Album
Foto Brigitte Fuchs
„Die typische Fische-Frau ist sanft, verträumt, charmant, friedliebend, zurückhaltend – und geheimnisvoll. Dank ihres Feingefühls und ihrer ausgeprägten Intuition kommt sie fast immer ans Ziel.“
Text gelesen auf einer Sternzeichen-Internetseite
An der Tür
Foto Brigitte Fuchs
Aus dem Haus gehen weil man hofft
einen Vers zu finden
irgendwo am Weg
Virgilio Masciadri (1963-2014) Schweizer Schriftsteller, Lyriker, Philologe und Publizist
Aus „Allee ohne Laub“ Gedichte aus dem Nachlass, Hrsg. Barbara Traber und Cornelia Masciadri Strebel, Edition Bücherlese, Hitzkirch 2017
Tischgebet mit Humor
Foto Brigitte Fuchs: gesehen anlässlich einer Ausstellung zum klösterlichen Leben im Kloster St. Urban, Pfaffnau/LU
Piep, piep, piep,
wir haben uns alle lieb.
Jeder isst so viel er kann,
nur nicht seinen Nebenmann.
Und wir nehmens ganz genau:
auch nicht seine Nebenfrau.
Verfasser unbekannt
Gefunden in „10 x 10 Gedichte für Kinder“ Hrsg. Josef Rennhard, Erle Verlag Zofingen 2005
Erbarmen!
Fotos Brigitte Fuchs
Zu Gott, hoch über dem wandernden Wind
Flehen die Äste mit frierenden Armen:
Erbarmen! Erbarmen!
O sieh, wir waren schon frühlingsbereit,
Nun sind
Wir wieder in weisser Wehmut verschneit,
Und ist doch schon Blühen in unserm Blut.
O schenk uns den warmen
Lenzatem deiner urewigen Glut
Und scheuche den scharfen, schneidenden Schnee
Von unseren Blüten. Er tut
Ihnen weh …
Stefan Zweig (1881-1942) österreichischer Schriftsteller
Gedicht „Winter“ aus „Vom Reichtum der deutschen Seele – Ein Hausbuch deutscher Lyrik“; Hrsg. Georg Virnsberg, verlegt bei Dollheimer, Leipzig, 1928










