Fotos Brigitte Fuchs
Füge dich drein, geh’s wie es geh‘:
Vormittag Sonne, Nachmittag Schnee!
Lass dich von Liedern nicht betören,
draus nur das Schreiten von festlichen Chören,
Mädchenstimmen und Flöten zu hören.
Scheint es vom Süden, bläst es vom Ost,
lach‘ in die Sonne, wehr‘ dich im Frost!
Lustig gemischt den Juli und Jänner. —
So erzieh‘ ich mir rüstige Männer,
feste, freie Lebensbekenner.
Füge dich drein, geh’s wie es geh‘:
Vormittag Sonne, Nachmittag Schnee!
Friedrich Adler (1878-1942) deutscher Architekt, Möbelgestalter und Keramiker (ermordet in Auschwitz)
Gedicht mit dem Titel „April“ – was ja auch für den momentanen März gilt.

Fotos Brigitte Fuchs

eindrückliche zeilen, die gelassenheit und demut ausstrahlen, aber eben auch widerständiges.
wenn man sich das schicksal des autors vor augen führt, dann bleibt tiefes bedauern mit ihm und den unzähligen andern opfern, dieses kapitels der weltgeschichte. die wichtigkeit einer respektvollen erinnerungskultur wird deutlich.
die letzte zeile könnte heute eintreffen…
herzliche grüsse in diesen märzensamstag.
Danke für diese schönen, zutreffenden Worte, Merlin.
Ja, es ist unbegreiflich, dass heutzutage wieder so viel rechtes Gedankengut der damaligen Zeit „Furore“ macht. Man hatte doch gehofft, das nie mehr erleben zu müssen.
Und ja, noch ist es hell und freundlich hier (wenn auch bitter kalt) und der Nachmittag könnte winterlich weiss werden. :–)
Einen herzlichen Morgengruss zu dir.
Sich dreinfügen oder: annehmen, was ist, und leben mit dem was und wie es ist …
Immer und immer wieder.
Herzliche Morgengrüße
Genau, Mona Lisa. Das macht Sinn und hilft, zufrieden zu bleiben.
Einen herzlichen Retourgruss zu dir.