Traum

Fotos Brigitte Fuchs

 

 

(…)

Im Traum kehren oft
Momente des Lebens wieder,
die uns überraschten
und auf Augenblicke
hilflos machten.
Meist sind es Kleinigkeiten.
Grosse Eindrücke,
bei denen man sich beherrscht hat,
bleiben fern.

.

 

Paul Klee (1879-1940) deutscher Maler und Grafiker
Gedichttext aus dem Jahre 1906

 

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18 Antworten auf Traum

  1. merlin sagt:

    ich stolpere beim lesen immer wieder bei den zeilen 4 und 5.
    ‚auf augenblicke‘… in augenblicken?
    den sinn meine ich zu verstehen – ein ohnmachtsgefühl?
    vielleicht meint klee ja auch nur, dass hochgefühle in träumen selten sind.
    bin auf die weiteren einträge heute gespannt.
    einen frohen donnerstag dir und glg.

  2. quersatzein sagt:

    Etwas umständlich hat sich Klee da womöglich ausgedrückt.
    „auf Augenblicke“ soll wahrscheinlich „für (wenige) Augenblicke“ oder „für einen Moment lang“ heissen.
    Und das, was du anfügst, dass man selten von Hochgefühlen träumt, sondern eher von schwierigen bis bedrohlichen Situationen, kann ich von meiner Seite durchaus bestätigen.
    Vielleicht verarbeitet man ja im Traum Dinge, die uns irgendwann belastet oder gar „traumatisiert“ haben.
    Danke für deine Ausführungen und einen lieben Gruss in den Tag.

  3. Sylvia sagt:

    augenblicke. schöne kleinigkeiten. wie deine wundervollen
    gesammelten schattenspiele…
    lieber gruß
    Sylvia

  4. mona lisa sagt:

    Träume sind für mich immer wieder Verarbeitungsmöglichkeiten,
    die ich allerdings nicht bewusst herbeiführen kann,
    sie kommen dann,
    wenn eine (rationale) Auseinandersetzung damit zielführend sind.
    Schon ganz wache Morgengrüße

  5. Sonja sagt:

    Das Foto mit den hellen Steinen gefällt mir am besten!
    Die Zeilen von Klee möchte ich nicht analysieren, nur genießen!
    Grüße von Sonja

  6. Edith Hornauer sagt:

    Ich glaube, er sah ein Bild vor Augen, Maler drücken sich dann oft ein wenig komisch aus, lächel (da ist Klee nicht der einzige) Er schaut auf diesen Augenblick wahrscheinlich drauf.
    Wie auch immer, danke dafür, liebe Brigitte
    mit lieben Grüßen,
    Edith

    • quersatzein sagt:

      Das entzieht sich natürlich unserer Kenntnis – und ist wohl auch nicht relevant.
      Ich vermute, er hat neben dem Malen auch oft auf seine persönliche Art „philosophiert“ und geschrieben. Die vielen Gedichte und Notizen, die er hinterliess (und die sein Sohn Felix in einem Gedichtband „Paul Klee Gedichte“ bei Arche herausbrachte) zeugen von seiner literarischen Begabung.
      Einen lieben Gruss zu dir.

  7. PepeB sagt:

    Also mein Traumleben ist wesentlich umfassender, als ich das jetzt bei Klee lese.
    Tatsächlich träume ich meist sehr lieblich, wenn ich etwas lese, sehe oder höre, das mich auf poetische Weise berührt. Manchmal schenken Träume mir auch bis dahin unbekannte Landschaften oder Melodien …
    Verträumte Grüße
    Petra

  8. quersatzein sagt:

    Wie schön für dich, liebe Petra!
    Man könnte glatt ein wenig neidisch werden. :–)
    Diese schönen oder gar lieblichen Träume kenne ich bei mir leider nicht.
    Geniesse sie, deine Traumwelten!
    Lieben Gruss.

  9. Hausfrau Hanna sagt:

    Und,
    liebe Frau Quersatzein,
    es gibt auch Träume, Trauminhalte, die sich wiederholen und die auf etwas hinweisen.
    Leider vergesse ich Träume jeweils ganz schnell nach dem Erwachen…
    Klees Gedanken regen an!
    Lieben Gruss in den sonnigblauen Morgen
    Hausfrau Hanna
    PS. Ihr Vorschlag ‚für Augenblicke‘ anstelle von Klees ‚auf Augenblicke‘ trifft es besser 🙂

  10. quersatzein sagt:

    Stimmt, liebe Hausfrau Hanna: Klees Gedanken regen an.
    Haben Sie Dank und seien Sie herzlich zurück gegrüsst.
    (Auf die Sonne warten wir hier noch.)

  11. andrea sagt:

    ich glaube ja, dass sich in Träumen Großes (im Sinn von Bedeutsames) an Kleines (in Sinn von wenig bedeutsam Erscheindndes) hängt.

    Ich stelle mir das so vor, dass der Traum auf diese Weise ermöglicht, sich mit den Dingen zu beschäftigen, die wir im „Normalzustand“ (in all ihrer Bedeutsamkeit/Problematik) nicht zulassen würden. Der Traum senkt mit der Verschiebung gewissermaßen die Schwelle zum Bewusstsein und dort zu dem, das uns im Leben beschäftigt, ohne dass wir davon wissen.
    Darum besteht die Traumdeutung ja auch darin, hinter dem „Kleinen“ das zu erkennen, für das es den Platzhalter macht.

    Ein superspannendes Thema!!

  12. quersatzein sagt:

    Das Reich der Träume ist ein weites Feld denke ich und eines, das auch die Experten nicht schlüssig erklären können.
    Spannend sind Träume auf jeden Fall.
    Der Traumdeutung stehe ich aber (wie der Esoterik) sehr skeptisch gegenüber. :–)
    Einen lieben Mittagsgruss zu dir, Andra.

  13. C Stern sagt:

    Selten erinnere ich mich im Moment an meine nächtlichen Träume, was gut ist –
    denn ich habe einiges zu verarbeiten. Es würde mir nicht gefallen, damit auch noch im Schlaf behelligt zu werden.
    Ein gewisser Herr Freud hat sich mit Traumdeutung beschäftigt,
    ich bin nicht sicher, ob seine Ergebnisse tatsächlich so zutreffend waren.
    Mir sind bunte Tagträume jedenfalls viel lieber, in ihnen schwelge ich gerne.
    Traumhafte liebe Abendgrüße in die Schweiz, C Stern

  14. quersatzein sagt:

    Auch ich mag die Tagträume lieber. Sie sind wie bunte Ballons, die wir eine kurze Zeit lang an der Schnur halten und dann schweben lassen. :–)
    Ebenfalls liebe Abendgrüsse zu dir, C Stern.

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