Mache mich vom Acker…

Für die nächsten zwei Wochen stelle ich die Blogarbeit hier ein und verabschiede mich von Ihnen und euch allen mit den Worten von Paul Gerhardt (1607-1676):

Geh aus mein Herz…

Foto Brigitte Fuchs

…und suche Freud…

Foto Brigitte Fuchs

…in dieser lieben Sommerzeit.

      
Bis dann also, mit den besten Wünschen und Grüssen,

Brigitte Fuchs

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Milchschnitte und Kurlaub

Foto Brigitte Fuchs

Milchschnitte

“Nach Ackerfrüchten wie Getreide, Mais und Raps sät der Bauer eine Wiese an. Diese so genannte Kunstwiese steht bis vier Jahre und wird jährlich 4 bis 6 Mal geschnitten. Jeder Schnitt liefert hochwertiges Futter. Und viel Milch.”

GUT, GIBT’S DIE
SCHWEIZER BAUERN.

Foto Brigitte Fuchs

Kurlaub

“Unter der Kunstwiesendecke erholt sich der Ackerboden: Unkräuter und Krankheitserreger gehen zurück. Würmer, Milben und Bakterien vermehren sich und durchlüften die Erde. Der Klee reichert Stickstoff an. Das wirkt, sichtbar.”

Mehr unter: www.landwirtschaft.ch

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Schüttelreim 37

Foto Brigitte Fuchs

   

Gibt’s hier in diesem

feinen Laden

nebst Obst auch einen

Leinen-Faden?

  

Brigitte Fuchs

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Foto Brigitte Fuchs, Bild leicht bearbeitet und verändert

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Klassiker

Die Ameisen

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee,
Da taten ihnen die Beine weh,
Und da verzichteten sie weise
Dann auf den letzten Teil der Reise.

     

Joachim Ringelnatz, eigentlich Hans Bötticher (1883-1934) deutscher Dichter und Kabarettist
Aus “Gedichte – Gedichte”, Karl H. Henssel Verlag, Berlin, o. J., um 1984

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Träume scheinen mir wie Orchideen…

(…)

II

Träume scheinen mir wie Orchideen. -
So wie jene sind sie bunt und reich.
Aus dem Riesenstamm der Lebenssäfte
ziehn sie just wie jene ihre Kräfte…
 
(…)

Rainer Maria Rilke (1875-1926) Lyriker deutscher Sprache, Schriftsteller und Übersetzer
Auszug aus dem zweiteiligen Gedicht “Der Träumer” (1895) aus der Sammlung “Larenopfer”, Text aus dem Internet

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Langer Sommerregen

Aus allen Himmelsfenstern fliesset
Sein Wasser schon so lang und sehr.
Das giesst und giesst und giesst und giesset
Und kann kein Ende finden mehr.
Wo heitre Tage wir begehrten,
Ist das fürwahr ein schlimmer Kauf.
Und hört nicht bald der Regen auf,
Will ich nur sehn, was draus soll werden.

(…)

Foto Brigitte Fuchs

(…)

Ich kann kein Lächeln mehr gewinnen
Von meines Liebchens Augen hell;
Je reicher jene Ströme rinnen,
Je dürft’ger meiner Lieder Quell.
Die Reime trotzig sich gebärden,
Die Füsse bring’ ich nicht zum Lauf,
Und hört nicht bald der Regen auf,
Will ich nur sehn, was draus soll werden.
  

  
Otto Ludwig (1813-1865) deutscher Schriftsteller
Erste und letzte Strophe des vierstrophigen Gedichts “Langer Sommerregen”
Aus “Gedichte für einen Regentag”, Hrsg. Mathias Mayer, dtv, München 2002

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Der Lauf der Dinge

Kleines Lied
in Zweivierteln:
Drossel auf dem Rasen
hüpft von Sonne
zu Schatten, von Schatten
zu Sonne.
  

  
Robert Hass, *1941, US-amerikanischer Dichter
Aus “Die Wünsche der Menschen”, Gedichte, aus dem Amerikanischen Englisch übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Hans Jürgen Balmes, Ammann Verlag, Zürich 2005

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